Sammary
EMPIRE Of Prog Festival
, Ramstein, 01.05.2026
 


     

Sammary ist das Musikprojekt von Schlagzeuger Sammy Wahlandt. Sammy hat unter dem Namen Sammary bisher drei viel beachtete Alben („Monochrome“, „The Dream“ und „The Deep Pants For Flowing Streams“) herausgebracht, die von komplexen aber auch melodischen Stücken durchzogen sind. Neben Sammy gehörten in Ramstein noch Stella Inderwiesen (Gesang), Merlin Gauß (Gitarre), Joerg Wahlandt (Gitarre), Ivan Khobta (Syntheziser) und Lukas Ebner (Keyboards) mit zur Band. Der Bassist Thomas Bailey musste allerdings absagen, da er sich vor kurzem eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen hatte und jetzt eine Weile keinen Bass spielen kann. Aus diesem Grund hatte die Band die Bassspuren vorab aufgenommen, die dann in die Stücke eingebaut wurden. Das war aber so gut gemacht, dass die Abwesenheit von Thomas Bailey nicht auffiel.

     

Der Sound war am ersten Tag etwas zu laut, so dass die Instrumente nicht so differenziert rüberkamen und auch Stellas Gesang nicht immer verständlich war. Das sollte sich aber ab dem zweiten Tag deutlich ändern.

    

     

Zu einem elektronischen, fast schon hymnischen Intro startete die Band dann ihren Gig. Sammary präsentierten einen Querschnitt aus ihren drei Alben. Nach dem tollen Auftritt von Superthousand wurde es dann bei Sammary komplexer. Dazu waren ihre Stücke von zahlreichen Breaks durchzogen, wodurch man sich noch mehr auf die Musik einlassen musste. Stella Inderwiesen, die eine sehr sanfte, manchmal auch zerbrechliche Stimme in ihren Gesang legte, war ein Gegenpol zu der oft recht harten Musik, die von Sammy am Schlagzeug und von seinem Vater Joerg, der seiner Gitarre oft tiefe Töne entlockte, vorangetrieben wurde. Entgegen den Studiofassungen wirkte Stellas Gesang etwas zu sanft, denn ihre Mitstreiter hauten zeitweise ein ganz schönes Brett von der Bühne.

    

     

Die Band schraubte ein ums andere Mal - wie im Opener „Soft“ eine Wall Of Sounds hoch. Das folgende „Trance“ begann dagegen mit Keyboard und Stellas Gesang, was eine kleine Ruhepause vom druckvollen Sound ergab. Aber schon nach wenigen Momenten wurde es dann rhythmischer mit einer eingängigen Melodie. Hier hatte die Band ihre Stärken.

     

Mit 219“ wurde es dann wieder härter, denn die Gitarren gingen jetzt in Richtung Metal. Danach ging es dann mit einem Trio vom neuesten Album „The Deer Pants For Flowing Streams“ weiter. Es startete mit dem Titelstück. Dieses Stück war nun wesentlich ruhiger angelegt, nur Sammy trieb am Schlagzeug den Song mit druckvollen Schlägen nach vorn.

    

     

Die Songs von Sammary werden in der Regel in englischer Sprache gesungen, es gibt aber mit „Wasser“ eine Ausnahme. Dieser Song wird auf Deutsch gesungen. Er war ebenfalls im Set enthalten. In diesem Stück wechselten Sammary zwischen atmosphärischen und druckvollen Parts. Für meine Geschmack kam hier allerdings Stellas Gesang etwas dünn rüber.

     

    

In „Will-O’-The-Wisp“ spielte Sammy dann einen sehr akzentuierten Rhythmus auf den sich dann Stellas Gesang legte, der dann zunächst von Keyboardharmonien unterfüttert wurde.

   

Sammary lieferten einen soliden Gig ab, der technisch anspruchsvoll war. Allerdings musste man sich auf die doch etwas komplexere und an einigen Stellen nicht ganz einfache Musik einlassen. Ein weiterer bunter Mosaikstein in dem sehr guten und abwechslungsreichen Festivalprogramm.

     

 
 

 

Setlist

Soft
Trance
219
The Deer Pants For Flowing Streams
Wasser
Will-O‘-The-Wisp
Voices
Cascade
The Dream
Open
Monochrome
218

Stephan Schelle, Mai 2026

 

Besetzung

Sammy Wahlandt (Schlagzeug)
Stella Inderwiesen (Gesang)
Merlin Gauß (Gitarre)
Joerg Wahlandt (Gitarre)
Ivan Khobta (Syntheziser)
Lukas Ebner - Keys

 

 
  Superthousand-Konzert

 

Digital Life Project-Konzert