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Sammary ist das Musikprojekt von Schlagzeuger Sammy
Wahlandt. Sammy hat unter dem Namen Sammary bisher drei viel beachtete Alben
(„Monochrome“, „The Dream“ und „The Deep Pants For Flowing Streams“)
herausgebracht, die von komplexen aber auch melodischen Stücken durchzogen
sind. Neben Sammy gehörten in Ramstein noch Stella Inderwiesen (Gesang),
Merlin Gauß (Gitarre), Joerg Wahlandt (Gitarre), Ivan Khobta (Syntheziser)
und Lukas Ebner (Keyboards) mit zur Band. Der Bassist Thomas Bailey musste
allerdings absagen, da er sich vor kurzem eine Sehnenscheidenentzündung
zugezogen hatte und jetzt eine Weile keinen Bass spielen kann. Aus diesem
Grund hatte die Band die Bassspuren vorab aufgenommen, die dann in die
Stücke eingebaut wurden. Das war aber so gut gemacht, dass die Abwesenheit
von Thomas Bailey nicht auffiel.

Der Sound war am ersten Tag etwas zu laut, so dass die
Instrumente nicht so differenziert rüberkamen und auch Stellas Gesang nicht
immer verständlich war. Das sollte sich aber ab dem zweiten Tag deutlich
ändern.


Zu einem elektronischen, fast schon hymnischen Intro
startete die Band dann ihren Gig. Sammary präsentierten einen Querschnitt
aus ihren drei Alben. Nach dem tollen Auftritt von Superthousand wurde es
dann bei Sammary komplexer. Dazu waren ihre Stücke von zahlreichen Breaks
durchzogen, wodurch man sich noch mehr auf die Musik einlassen musste.
Stella Inderwiesen, die eine sehr sanfte, manchmal auch zerbrechliche Stimme
in ihren Gesang legte, war ein Gegenpol zu der oft recht harten Musik, die
von Sammy am Schlagzeug und von seinem Vater Joerg, der seiner Gitarre oft
tiefe Töne entlockte, vorangetrieben wurde. Entgegen den Studiofassungen
wirkte Stellas Gesang etwas zu sanft, denn ihre Mitstreiter hauten zeitweise
ein ganz schönes Brett von der Bühne.


Die Band schraubte ein ums andere Mal - wie im Opener
„Soft“ eine Wall Of Sounds hoch. Das folgende „Trance“ begann dagegen mit
Keyboard und Stellas Gesang, was eine kleine Ruhepause vom druckvollen Sound
ergab. Aber schon nach wenigen Momenten wurde es dann rhythmischer mit einer
eingängigen Melodie. Hier hatte die Band ihre Stärken.

Mit 219“ wurde es dann wieder härter, denn die Gitarren
gingen jetzt in Richtung Metal. Danach ging es dann mit einem Trio vom
neuesten Album „The Deer Pants For Flowing Streams“ weiter. Es startete mit
dem Titelstück. Dieses Stück war nun wesentlich ruhiger angelegt, nur Sammy
trieb am Schlagzeug den Song mit druckvollen Schlägen nach vorn.


Die Songs von Sammary werden in der Regel in englischer
Sprache gesungen, es gibt aber mit „Wasser“ eine Ausnahme. Dieser Song wird
auf Deutsch gesungen. Er war ebenfalls im Set enthalten. In diesem Stück
wechselten Sammary zwischen atmosphärischen und druckvollen Parts. Für meine
Geschmack kam hier allerdings Stellas Gesang etwas dünn rüber.


In „Will-O’-The-Wisp“ spielte Sammy dann einen sehr
akzentuierten Rhythmus auf den sich dann Stellas Gesang legte, der dann
zunächst von Keyboardharmonien unterfüttert wurde.

Sammary lieferten einen soliden Gig ab, der technisch
anspruchsvoll war. Allerdings musste man sich auf die doch etwas komplexere
und an einigen Stellen nicht ganz einfache Musik einlassen. Ein weiterer
bunter Mosaikstein in dem sehr guten und abwechslungsreichen
Festivalprogramm.

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