Superthousand
EMPIRE Of Prog Festival
, Ramstein, 01.05.2026
 


     

Superthousand kommen aus Deutschland (Gummersbach) und wurden vor 14 Jahren gegründet. Die Band besteht aktuell aus Dominik Mertens (Gitarren, Gesang), Lars Dreier (Bass, Keyboards, Synthesizers, Samples, Loops, Backgroundgesang) und Markus Missbrandt (Schlagzeug, Backgroundgesang). Bisher sind vier Alben erscheinen, das aktuellste trägt den Titel „Four“. Die Band ist aber schon dabei neue Stücke zu schreiben.

    

     

    

Das Trio eröffnete den ersten Tag des Festivals und legte gleich mal perfekt los, was bei vielen der Besucher offene Münder hervorrief. Was diese drei da auf die Bühne zauberten ist schon phänomenal. Kaum zu glauben, dass sie bisher bei den meisten Art- und Progfans unter dem Radar fliegen. Man merkte dem Trio förmlich die Spielfreude an, mit der sie auf der Bühne ans Werk gingen. Das zeigte sich auch in der Ansage von Dominik Mertens, als er die Zugabe „End“ ankündigte. Er meinte, dass dies ein Tag sei, den die Band so schnell nicht vergessen werde und bedankte sich bei dem Publikum für ihre Reaktionen.

    

     

    

Auf dem Programm standen Stücke ihrer letzten beiden Alben „Four“ (2025) und „#trnsition“ (2019). Musikalisch ist das Trio breit aufgestellt und haute einen fetten Sound raus, bei dem neben Art- und Progressive-Rock auch Postrock auszumachen war. Darüber hinaus spielten sie gekonnt mit der Dynamik bzw. Lautstärke, was neben ruhigen/atmosphärischen auch immer wieder in druckvolle/explosive Parts wechselte. Im Fokus standen dabei aber immer die Melodien. Und genau das machte ihr Konzert aus und so hatten sie damit den nachfolgenden Bands des ersten Tages etwas voraus.

    

    

    

Während Dominik Mertens tolle Riffs und Licks auf seiner Gitarre spielte, sorgte Markus Missbrandt für den druckvollen Unterboden. Dieser wurde durch Lars Dreier am Bass perfekt unterstützt. Lars spielte aber nicht nur Bass sondern baute auch noch elektronische Sounds mit ein. Da er aber nicht wie ein Krake acht Arme hat, waren einige der Sounds gesampelt, und geloopt.

    

     

    

Ein Highlight des Gigs war das Stück „The Gift“, das zunächst recht beschaulich mit Gitarre begann und sich dann in einen treibenden, von elektronischen Rhythmen durchzogenen Track verwandelte. Absolut hypnotisch, was das Trio da von der Bühne haute.

    

    

     

Beim letzten Stück des offiziellen Teils, dem Song „Seven“, forderte Dominik das Publikum auf „ooh, ooh, ooh, ooh, ooh …“ zu singen und so entwickelte sich eine fesselnde Stimmung wie sie beispielsweise bei Crippled Black Phoenix und ihrem Song „Burnt Reynolds“ entsteht und aus vielen Kehlen des Publikums mitgesungen wird.

    

    

                      

Superthousand waren für mich die große Überraschung des Festivals und fanden großen Anklang beim Publikum. So war es für eine Reihe von Zuschauern die beste Liveperformance des ersten Tages. Das zeigte sich auch am Ende ihres Konzertes an den Zuschauerreaktionen. Der Merchstand wurde nach dem Konzert stark belagert und ihre Alben fanden reißenden Absatz. Ein tolles Konzert einer Band, die man sich unbedingt merken muss und die hoffentlich mehr Beachtung finden wird.

    

    

    

 
 

Setlist

Safe And Now
Four
Kipppunkt
Gift
Stellar Dust
Transit
World On Wire
Seven

Zugabe

End

Stephan Schelle, Mai 2026

 

 


Besetzung

Dominik Mertens - Gitarren, Vocals
Lars Dreier - Bass, Keyboards, Synthesizers, Samples, Loops, Backing Vocals
Markus Missbrandt - Drums, Backing Vocals

 
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