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Superthousand kommen aus Deutschland (Gummersbach) und
wurden vor 14 Jahren gegründet. Die Band besteht aktuell aus Dominik Mertens
(Gitarren, Gesang), Lars Dreier (Bass, Keyboards, Synthesizers, Samples,
Loops, Backgroundgesang) und Markus Missbrandt (Schlagzeug,
Backgroundgesang). Bisher sind vier Alben erscheinen, das aktuellste trägt
den Titel „Four“. Die Band ist aber schon dabei neue Stücke zu schreiben.



Das Trio eröffnete den ersten Tag des Festivals und legte
gleich mal perfekt los, was bei vielen der Besucher offene Münder
hervorrief. Was diese drei da auf die Bühne zauberten ist schon phänomenal.
Kaum zu glauben, dass sie bisher bei den meisten Art- und Progfans unter dem
Radar fliegen. Man merkte dem Trio förmlich die Spielfreude an, mit der sie
auf der Bühne ans Werk gingen. Das zeigte sich auch in der Ansage von
Dominik Mertens, als er die Zugabe „End“ ankündigte. Er meinte, dass dies
ein Tag sei, den die Band so schnell nicht vergessen werde und bedankte sich
bei dem Publikum für ihre Reaktionen.



Auf dem Programm standen Stücke ihrer letzten beiden Alben
„Four“ (2025) und „#trnsition“ (2019). Musikalisch ist das Trio breit
aufgestellt und haute einen fetten Sound raus, bei dem neben Art- und
Progressive-Rock auch Postrock auszumachen war. Darüber hinaus spielten sie
gekonnt mit der Dynamik bzw. Lautstärke, was neben ruhigen/atmosphärischen
auch immer wieder in druckvolle/explosive Parts wechselte. Im Fokus standen
dabei aber immer die Melodien. Und genau das machte ihr Konzert aus und so
hatten sie damit den nachfolgenden Bands des ersten Tages etwas voraus.



Während Dominik Mertens tolle Riffs und Licks auf seiner
Gitarre spielte, sorgte Markus Missbrandt für den druckvollen Unterboden.
Dieser wurde durch Lars Dreier am Bass perfekt unterstützt. Lars spielte
aber nicht nur Bass sondern baute auch noch elektronische Sounds mit ein. Da
er aber nicht wie ein Krake acht Arme hat, waren einige der Sounds gesampelt,
und geloopt.



Ein Highlight des Gigs war das Stück „The Gift“, das
zunächst recht beschaulich mit Gitarre begann und sich dann in einen
treibenden, von elektronischen Rhythmen durchzogenen Track verwandelte.
Absolut hypnotisch, was das Trio da von der Bühne haute.



Beim letzten Stück des offiziellen Teils, dem Song „Seven“,
forderte Dominik das Publikum auf „ooh, ooh, ooh, ooh, ooh …“ zu singen und
so entwickelte sich eine fesselnde Stimmung wie sie beispielsweise bei
Crippled Black Phoenix und ihrem Song „Burnt Reynolds“ entsteht und aus
vielen Kehlen des Publikums mitgesungen wird.



Superthousand waren für mich die große Überraschung des
Festivals und fanden großen Anklang beim Publikum. So war es für eine Reihe
von Zuschauern die beste Liveperformance des ersten Tages. Das zeigte sich
auch am Ende ihres Konzertes an den Zuschauerreaktionen. Der Merchstand
wurde nach dem Konzert stark belagert und ihre Alben fanden reißenden
Absatz. Ein tolles Konzert einer Band, die man sich unbedingt merken muss
und die hoffentlich mehr Beachtung finden wird.



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