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Das Schweizer Duo Flame Drop, bestehend aus Felix Waldispuehl (Schlagzeug, Keyboards) und Roland Hegi (Gitarren, Keyboards) war kurzfristig für Nick Barrett (Pendragon) eingesprungen, der ursprünglich ein akustisches Soloset spielen wollte. Aufgrund einer Verletzung am Rücken, die doch schwieriger als gedacht war, musste Nick dann kurz vor dem Festival sein Konzert absagen, da sowohl die Reise, wie auch der Auftritt nicht möglich gewesen wären. Neben diesem Gig hat er auch noch zwei weitere Auftritte schweren Herzens absagen müssen. Während Felix schon am ersten Tag des Festivals angereist war, traf Roland erst am Sonntag ein und musste aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen auch kurz nach dem Konzert wieder die Heimreise antreten. Sie sorgten mit ihren Instrumentalstücken für einen perfekten Start in den letzten Tag.
Im September 2022 begannen Roland Hegi und Felix Waldispuehl in Roland`s Recording Studio Ideen für einen Progressiv-Rock Longtrack zusammenzutragen. Nachdem die zwei Musiker zuvor in der Instrumental-Prog-Rock-Band F.O.R.S. zusammenarbeiteten sowie Roland einige von Felix` Stücken mitgestaltete, kam die Idee eines neuen Projektes auf. Das Stück „Out Of Balance“, welches den Startschuss zum ersten Flame-Drop-Album legte, war die erste Gemeinschaftskomposition. Eigentlich wollten die Beiden im Studio nur ein oder zwei Stücke einspielen, kamen aber während der Session in einen wahren Flow, der zu dem Album mit gleichem Titel führte. Seither sind die beiden auch schon mehrfach live aufgetreten, zuletzt beim Artrockfestival 2026 in Reichenbach und haben ein zweites Album veröffentlicht.
Ihr Set bestand aus Stücken ihrer beiden Alben. Gestartet wurde mit dem passenden Titel „The Beginning“. Da ihre Musik nicht nur aus Schlagzeug und Gitarrenparts besteht, sondern auch noch elektronische Sounds enthält, spielten sie auch einige wenige Passagen am Keyboard. Die weiteren Sounds bestanden aus vorprogrammierten Samples und Loops. Dieses erste Stück begann Felix am Keyboard in dem er Harmonien und Samples beisteuerte. Ein sehr atmosphärischer und teils hymnischer Beginn. Zur Keyboardmelodie, die nun Felix spielte, begann dann Roland mit einer unter die Haut gehenden Gitarrenmelodie. Und diese tolle Stimmung zog sich durch das komplette Konzert des Duos.
„Wonderland“ bestach danach mit einem treibenden Rhythmus und herrlichen Gitarrensoli von Roland. „In Heaven“ startete mit Spieluhrartigen Klängen und wandelte sich nach wenigen Momenten in einen fetten Instrumentalrocker im Artrockgewand.
Schwere Gitarrensounds trafen in „Ambient Emotions“ auf akzentuiertes Schlagwerk und atmosphärische Sounds. Erst nach einigen Minuten schälte sich dann eine schöne Gitarrenmelodie heraus. Mit „Divided Ocean“ fand sich dann ein sehr sanftes und romantisches Stück im Set.
Im Stück „Astral Projection“ kamen psychedelische Klänge auf. Roland baute darüber hinaus in das Stück eine Gitarrenpassage ein, die an den Keyboardpart von Yes „Owner Of A Lonely Heart“ andockte. Und mit „The Cosmic Silence“ kam ein Stück auf, das mit tribalartigen Rhythmen (wie indianische Trommeln) aus dem Rechner begann, zu denen Felix nur die Becken anschlug. Sobald dann aber flächige Sounds und Rolands Gitarre hinzukamen, entwickelte sich ein loungiges Stück, wie gemacht für einen lauen Sommerabend an einer Strandbar oder der beliebten Albumreihe „Café del Mar“. Im Verlauf spielt Roland auch noch einige Passagen an den Keyboards, während Felix sehr harmonische Schlagzeugpatterns hinzufügt. Ein traumhaftes Stück, bei dem man aus dem Hier und Jetzt gebeamt wurde.
Untermalt wurde der Gig von Flame Drop von passenden, teils fantasievollen Animationen auf der rückwärtigen Leinwand, die Roland erstellt hatte. Flame Drop lieferten einen tollen Gig ab, der sehr gut beim Publikum ankam. Manche, die das Duo noch nicht kannten, waren sofort von den Schweizern eingenommen.
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Setlist
The Beginning Stephan Schelle, Mai 2026
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Besetzung
Felix
Waldispuehl (Schlagzeug, Keyboards) |
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