Chandelier
EMPIRE Of Prog Festival
, Ramstein, 02.05.2026
 


     

An zweiter Stelle kam die deutsche Formation Chandelier, die in den Jahren 1992 bis 1997 drei viel beachtete Alben herausbrachte. Danach war zunächst Schluss. Nachdem die Alben in reamsterter Form wiederveröffentlicht wurden und erneut große Beachtung fanden, trafen sich die Bandmitglieder, um 2019 beim Night Of The Prog auf der Loreley ein grandioses und gefeiertes Konzert abzuliefern. Seither ist die Band, die ursprünglich aus dem niederrheinischen Neuss stammt, wieder aktiv. Neben weiteren Auftritten, einem Mitschnitt des Loreleykonzertes führte dies auch zu einem vierten Studioalbum unter dem Titel „We Can Fly“.

    

    

Die Band stand in der Formation Martin Eden (Gesang), Udo Lang (Gitarren), Armin Riemer (Keyboards), Christoph Tiber (Bass) und Harry Rubarth (Schlagzeug) auf der Bühne. Gastsänger Toni Moff Mollo, der seit 2019 immer mit dabei war, ist aber nicht mehr an Bord. Gleichzeitig war das Konzert auch das vorletzte Konzert mit Sänger Martin Eden, der mit seiner markanten Stimme den Sound der Band wesentlich mitgeprägt hat. Er wird die Band in diesem Jahr, nachdem noch ein weiterer Gig ansteht, verlassen. Wie zu hören war plant die Band aber ein neues Album einzuspielen. Davon konnten sich die Besucher bei drei neuen Songs, die sie im Programm hatten, schon überzeugen. Ob Martin auch noch einen Song einsingen wird, steht aber noch nicht fest.

     

    

Ihr Konzert starteten sie mit dem Song „Space Controller“ vom letzten Studioalbum „We Can Fly“. Zunächst waren elektronische Echotöne zu hören, die stark an Pink Floyd`s „Echoes“ erinnerten. Dann ging es aber mit dem rockig/atmosphärischen Song in die Vollen. Durchzogen war das Stück von herrlichen Instrumentalpassagen. Neben dem Gesang performte Martin während der Songs, in dem er gestenreich über die Bühne wandert.

     

    

Dem schloss sich dann mit „Help Me“ ein weiterer Song vom aktuellen Studioalbum an, der immer zum Mitsingen animiert. Christoph Tiber (Rombach) sorgte in den Stücken auf seinem Rickenbacker Bass nicht nur für den rhythmischen Unterboden, sondern spielte – wie zum Beispiel Chris Squire oder Milla Kapolke – sehr polyphone Bassmotive, was den Sound von Chandelier mehr Raum gab.

     

   

Mit „Dr. Oz“ hatten Chandelier dann den ersten neuen Song im Programm. Wie Martin erklärte „drei Weltpremieren, nein Universumspremieren“. Und dieser Song ging auch gleich gut los und hatte alle Elemente, die man an der Musik von Chandelier liebt.

     

    

Mit dem wunderbaren „Wash & Go“ ging es danach weit in die Vergangenheit von Chandelier zurück. Und daran schloss sich mit „Jericha“ ein Song vom Debütalbum an. Diesen Song würzte Udo Lang mit einem hinreißenden Gitarrensolo. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde die Band vom Publikum mächtig abgefeiert.

     

    

Darauf folgte ein Block mit zwei weiteren neuen Stücken. Gestartet wurde mit „Like A Chandelier“, einem getragenen Song. „Cuckoo“ war stellenweise von Keyboardsounds durchzogen, die an Peter Gabriels Musik erinnerten. Darauf setzte dann Harry Rubarth ein druckvolles Schlagzeug und auch Christophs Bass zeigte sich von seiner fetten Seite. Danach ein weiterer neuer Song mit dem Titel „Howling At The Moon“, bei dem vor allem Udo Lang an der Gitarre glänzte. Der Song machte Appetit auf das kommende Album.

     

     

Eine tolle druckvolle Version von „Start It“ und ein atmosphärisches „Spring“ führten dann das Set fort. „Dictator“ startete dann mit hinreißendem Keyboardpart und mündete in einem treibenden Rhythmus. Den Abschluss bildete „Mountain High“. Chandelier lieferten wieder perfekt ab und begeisterten das Publikum. Man darf gespannt sein wie es mit einem neuen Sänger - hoffentlich bald - weitergeht.

    

    

 
 

 

Setlist

Space Control
Help Me
Dr. Oz
Wash & Go
Jericha
Like A Chandelier
Cuckoo
Howling At The Moon
Start It
Spring
Dictator
Mountain High

Stephan Schelle, Mai 2026

 

Besetzung

Martin Eden (Gesang)
Udo Lang (Gitarren)
Armin Riemer (Keyboards)
Christoph Tiber Rombach (Bass)
Harry Rubarth (Schlagzeug)

 
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