Preisverleihung
(Schallwelle-Preis 21.02.2026)


Zahlreiche Musiker/innen aus der Szene der traditionellen Elektronikmusik waren zu diesem Anlass nach Schwerte angereist. Darunter nicht nur die nominierten Künstler. Und auch der legendäre WDR-Radiomoderator Winfrid Trenkler (Rock In, Schwingungen) ließ es sich nicht nehmen zu dieser Preisverleihung aus seiner jetzigen Heimat Nordschweden anzureisen.

                   

Die Rohrmeisterei war nicht zum ersten mal Austragungsort der Schallwelle-Preisverleihung und stellte sich als gelungene Location heraus, die für eine derartige Veranstaltung wie gemacht ist. Die Preisverleihung war im Vorfeld schon ausverkauft und so sorgten die gut 150 Besucher für einen gelungenen Rahmen für Veranstalter und Preisträger.

    

    

In der ersten Stunde, in der die Besucher und Musiker eintrafen, ergaben sich viele Gespräche und man konnte sich darüber hinaus auch an Ständen der Label und Musiker mit Tonträgern eindecken. Dann startete die Veranstaltung nach einer Eröffnungsrede mit dem Konzert von RIKE & ERIK. Darauf folgten dann die ersten Preise.

    

Die erste Preiskategorie war „Beste Entdeckung“, in der Elektronikmusiker, die bisher noch nicht groß in Erscheinung getreten sind - egal ob neu oder schon seit Jahren dabei - geehrt werden sollen. Die Nominierten waren: Gäbhard, GotamaX, Grant Beasley, Krzysztof Kurkowski, NoRinTon und Nostalgic EXpanse.

Der Sieger lautete: NoRinTon

Danach gab es einen Sonderpreis für Klaus Dieter Unger, der über viele Jahre die Projektionen zu elektronischer Musik - egal ob vom Band oder bei Livekonzerten - erstellte und im Planetarium Bochum unter die Kuppeldecke projizierte. Er geht 2026 in den Ruhestand und hat viel für die Verbreitung der elektronischen Musik gemacht.

Nach der Verkündung der ersten Preisträgern ging es dann mit einem warmen Buffet weiter. Nachdem sich alle gestärkt hatten folgte das Konzert von Frank Tischer. Darauf folgte dann die Kategorie „Bestes Album National“. Nominiert waren: Globotom mit „Holy B3“, Klaus Schulze mit „Bon Voyage“, Lutz Graf-Ulbrich mit „Lüüls Lab“, Martin Stürzer mit „Antares Station“ und Peter Mergener mit „Chip Meditation 2025“.

Der Gewinner ist: Peter Mergener mit „Chip Meditation 2025“.

    

    

Daran schloss sich direkt die Wahl „Bester Artist International“ an. Die nominierten waren: Colin Rayment, Elektronische Maschine, Skoulaman, Tectonia und UNI Sphere.

Gewonnen hat: Tectonia aus den Niederlanden

    

Bevor es dann wieder mit einem Livekonzert weiterging folgte noch die Ehrung für „Bestes Ambient Album“. Nominiert waren: Andrea Cichecki mit „Drawn Into The Edge Effect“, Ástraumur mit „Aurora“, Biosphere mit „The Way Of Time“, Jeff Pearce mit „Ethereal Night“, Thorny mit „A Long Dusk“ und Volker Lankow mit „November Drones“

Das Siegeralbum lautete: „Aurora“ des schwedischen Musikers Ástraumur.

Nach dem Konzert von KelMen (Detlef Keller und Michael Menze) ging es mit der Preisverleihung weiter. Es folgte die Prämierung für „Bestes Album International“. Die Nominierten: Däcker & Skoulaman „Saudade“, Madis „Elements Of Life“, Sequentia Legenda „A Ray Of Light“, Tectonia „Luna (The Moon)“ und UNI Sphere „Opus Tria“.

Und der Abräumer des Tages hieß: Tectonia mit „Luna (The Moon)“, der damit den zweiten Preis des Abends einheimste.

Als nächstes stand dann die Rubrik „Bester Artist National“ auf dem Programm. Es waren nominiert: Globotom, Peter Mergener, Stefan Erbe, Tangerine Dream und Thorsten Quaeschning.

Den Preis bekam Stefan Erbe.

           

Zum Abschluss des Abends gab es dann noch den „Ehrenpreis für das Lebenswerk“ für Wolfgang „Paule“ Fuchs, der seit Ende der 70'er Jahren beginnend in der ehemaligen DDR elektronische Musik unter dem Namen Pond bzw. P.O.N.D. macht. Den Preis überreichte kein geringerer als der legendäre ehemalige Radiomoderator Winfrid Trenkler, der hierzu extra aus seiner heutigen Heimat Schweden angereist war.

     

    

Sowohl Paule Fuchs wie auch Winfrid Trenkler erzählten einiges über die Musik von Pond und auch die schwierigen Verhältnisse in der ehemaligen DDR und der Etablierung seiner Musik nach der Wende. Paule Fuchs kann auf ca. 20 Alben, die sich ca. 250.000 verkauften, sowie auf 1.500 Livekonzerte zurückblicken. Endlich ging damit ein Preis an einen Musiker aus den neuen Bundesländern.

                        

Und so endete eine gelungene Veranstaltung, bei der sich viele neue und alte Kontakte ergaben sowie gute Musik und ihre Musiker gewürdigt wurden. Das Ganze wurde darüber hinaus durch drei unterschiedliche, aber sehr ansprechende Konzerte ergänzt.

Stephan Schelle, Februar 2026

     

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Konzert Rike & Erik