
Zahlreiche Musiker/innen aus der Szene der traditionellen
Elektronikmusik waren zu diesem Anlass nach Schwerte angereist. Darunter
nicht nur die nominierten Künstler. Und auch der legendäre
WDR-Radiomoderator Winfrid Trenkler (Rock In, Schwingungen) ließ es sich
nicht nehmen zu dieser Preisverleihung aus seiner jetzigen Heimat
Nordschweden anzureisen.

Die Rohrmeisterei war nicht zum ersten mal Austragungsort
der Schallwelle-Preisverleihung und stellte sich als gelungene Location
heraus, die für eine derartige Veranstaltung wie gemacht ist. Die
Preisverleihung war im Vorfeld schon ausverkauft und so sorgten die gut 150
Besucher für einen gelungenen Rahmen für Veranstalter und Preisträger.


In der ersten Stunde, in der die Besucher und Musiker
eintrafen, ergaben sich viele Gespräche und man konnte sich darüber hinaus
auch an Ständen der Label und Musiker mit Tonträgern eindecken. Dann
startete die Veranstaltung nach einer Eröffnungsrede mit dem Konzert von
RIKE & ERIK. Darauf folgten dann die ersten Preise.

Die erste Preiskategorie war „Beste Entdeckung“, in der
Elektronikmusiker, die bisher noch nicht groß in Erscheinung getreten sind
- egal ob neu oder schon seit Jahren dabei - geehrt werden sollen. Die
Nominierten waren: Gäbhard, GotamaX, Grant Beasley, Krzysztof Kurkowski,
NoRinTon und Nostalgic EXpanse.
Der Sieger lautete: NoRinTon
Danach gab es einen Sonderpreis für Klaus Dieter Unger, der
über viele Jahre die Projektionen zu elektronischer Musik - egal ob vom
Band oder bei Livekonzerten - erstellte und im Planetarium Bochum unter
die Kuppeldecke projizierte. Er geht 2026 in den Ruhestand und hat viel
für die Verbreitung der elektronischen Musik gemacht.

Nach der Verkündung der ersten Preisträgern ging es dann
mit einem warmen Buffet weiter. Nachdem sich alle gestärkt hatten folgte
das Konzert von Frank Tischer. Darauf folgte dann die Kategorie „Bestes
Album National“. Nominiert waren: Globotom mit „Holy B3“, Klaus Schulze
mit „Bon Voyage“, Lutz Graf-Ulbrich mit „Lüüls Lab“, Martin Stürzer mit „Antares
Station“ und Peter Mergener mit „Chip Meditation 2025“.
Der Gewinner ist: Peter Mergener mit „Chip Meditation 2025“.

Daran schloss sich direkt die Wahl „Bester Artist
International“ an. Die nominierten waren: Colin Rayment, Elektronische
Maschine, Skoulaman, Tectonia und UNI Sphere.
Gewonnen hat: Tectonia aus den Niederlanden

Bevor es dann wieder mit einem Livekonzert weiterging
folgte noch die Ehrung für „Bestes Ambient Album“.
Nominiert waren: Andrea Cichecki mit „Drawn Into The Edge Effect“,
Ástraumur mit „Aurora“, Biosphere mit „The Way Of Time“, Jeff Pearce mit
„Ethereal Night“, Thorny mit „A Long Dusk“ und Volker Lankow mit „November
Drones“
Das Siegeralbum lautete: „Aurora“ des schwedischen Musikers Ástraumur.
Nach dem Konzert von KelMen (Detlef Keller und Michael
Menze) ging es mit der Preisverleihung weiter. Es folgte die Prämierung
für „Bestes Album International“.
Die
Nominierten: Däcker & Skoulaman „Saudade“, Madis „Elements Of Life“,
Sequentia Legenda „A Ray Of Light“, Tectonia „Luna (The Moon)“ und UNI
Sphere „Opus Tria“.
Und der Abräumer des Tages hieß: Tectonia mit „Luna (The Moon)“, der damit
den zweiten Preis des Abends einheimste.

Als nächstes stand dann die Rubrik „Bester Artist National“
auf dem Programm. Es waren nominiert: Globotom, Peter Mergener, Stefan
Erbe, Tangerine Dream und Thorsten Quaeschning.
Den Preis bekam Stefan Erbe.

Zum Abschluss des Abends gab es dann noch den
„Ehrenpreis für das Lebenswerk“ für Wolfgang „Paule“ Fuchs, der seit
Ende der 70'er Jahren beginnend in der ehemaligen DDR elektronische Musik
unter dem Namen Pond bzw. P.O.N.D. macht. Den Preis überreichte kein
geringerer als der legendäre ehemalige Radiomoderator Winfrid Trenkler,
der hierzu extra aus seiner heutigen Heimat Schweden angereist war.