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Schon seit Jahren
beobachten wir sehr genau, was sich da in Ostwestfalen am Hellweg
im Bereich anspruchsvolle Rockmusik so entwickelt. Denn wir haben
zwar einige renommierte Clubs im Ostteil des Ruhrgebiets beginnend
mit Gelsenkirchen und weiter bis nach Paderborn und von Münster
bis Hagen. Aber nur wenige Veranstaltungen im Segment
Rock-Festival besitzen die große überregionale Strahlkraft. Und
der Kulturverfall sorgt dafür, dass es immer weniger Konzerte und
Festivals in unserer Heimat gibt. Die große Zeit der
Mega-Rock-Festivals in den Dortmunder Westfalenhallen sind lange
vorbei. Wir haben dort in den 70er bis 90er Hunderte von den großen
Namen, Rock-Helden aus allen Teilen der Welt, hautnah erlebt. Auch
waren wir bei vielen legendären Auftritten unter dem Dach von
„Rockpalast“ und „Rock-Pop In Concert“ mit dabei. Aber das
alles ist lange her. Heute sind die großen Hallen für solche
Bands regelmäßig die Zeche Bochum, FZW in Dortmund oder die
vielen Stadthallen beispielsweise von Hagen, Münster oder
Bielefeld sowie die größte Kulturhöhle Europas in Balve.
Nun tritt seit ein paar
Jahren ein neuer, großartiger Spielplatz für Rock-Musik immer
deutlicher in Erscheinung. Die Namen der Formationen, die bei den
Veranstaltungen von Prorock e.V. Kreis Paderborn bisher
aufgetaucht sind, haben durchweg Strahlkraft. Und Vereinsfrontmann
Hans-Werner Schubert hat für den Samstag, 21. März 2026 wieder
drei Rock-Leckerbissen für eine Premium-Veranstaltung
zusammengetrommelt. Damit werden noch drei weitere große Namen
auf deren Namensliste hinzugefügt. Rosalie Cunningham Zum Gelingen eines
launigen, mehrstündigen Musikabends ist es immer gut wenn zu
Beginn eine Band auftritt, die den Kreislauf anregt und den
Blutdruck nach oben bringt. Das wird mit der 5-köpfigen Truppe um
das Multitalent Rosalie Cunningham aus England absolut sicher der
Fall sein, das können wir euch schon heute prophezeien. Rosalie
haben wir jedes Jahr mindestens einmal auf Festivals bewundern dürfen.
Die Sturmreihe bestehend
aus „Speedy“ Claudia González Diaz (Bass, Querflöte,
Gesang), Rosalie (Gesang, Gitarren) und Rosco Wilson (Gitarre,
Gesang) sowie das Abwehr-Duo dahinter mit Aaron Bolli-Thompson
(Tastengeräte) und Bo Walsh (Schlagzeug), spielen puren, modernen
und hochenergetischen Rock’n’Roll. Eine stabile eingespielte
Mannschaft, das sorgt für gute Atmosphäre vor, während, nach
den Auftritten und das spürt man auch wenn man sie außerhalb der
Bühne trifft. Deren Entwicklung im Studio und Live ist
atemberaubend und alle Besucher in der hoffentlich ausverkauften
Paderhalle werden Kopf stehen und die gemeinsame Rock-Party genießen.
Vielleicht brauchen dann einige Blutdrucksenker. Sie haben das
aktuelle Album „To Shoot Another Day“ im Gepäck, von dem sie
sicher viele Titel spielen werden. Seid gespannt und gut
vorbereitet auf die beiden Ladies und ihre drei Männer mit ihrem
druckvollen Rock Marke Britannien.
The Hamburg Blues Band Was auf die junge Truppe aus England zutrifft, passt haargenau auch auf die The Hamburg Blues Band. Auch hier ist der Star die gesamte Band. Mit dem Tod von Schlagzeuger Hans Wallbaum und Weggang von Basser Michael Becker war eine Neustrukturierung der Rhythmusabteilung notwendig. Es kamen die Urgesteine Eddie Filipp (Schlagzeug) und Reggie Worthy (Bass) hinzu und zusammen mit den beiden Saitenzauberern Gert Lange, besonders aber Gitarren-Entertainer Krissy Matthews, hat sich eine stabile und bärenstarke Formation gefunden. Die bespielt Nonstop die Bühnen Europas, holt aber immer wieder viele illustre Gäste zu ihren Konzerten hinzu.
Diesmal wird die
stimmgewaltige Rock-Legende Inga Rumpf (City Preachers, Frumpy,
Atlantis, Hamburg Allstars, Rockship) das Männer-Quintett verstärken.
Waren sie früher die Hausband vom Herzberg Festival, sind sie es
nun beim Woodstock Forever in Waffenrod (Thüringer Wald). Aber
Rock-Pirat Gert Lange ist immer für Überraschungen gut und lädt
auch schon mal zusätzliche Kumpels, beispielsweise Tasten-Virtuose und Langzeit-Weggefährte Frank Tischer
(Miller Anderson Band, Sound On Purpose), zum gemeinsamen Musizieren
ein. Möglich ist an diesem Abend alles, denn man spielt ja im
Herzen Westfalens.
Für uns Westfalen wird
der Name Grobschnitt ehrfürchtig und mit großem Respekt
ausgesprochen. Die Namen Bär, Eroc, Lupo, Mist, Popo, Toni Moff
Mollo, Willi Wildschwein sind bis heute Kult in unserer Region.
Aber auch die späteren Mitglieder Rolf Möller, Nuki, Deva
Tattva, Manu & Milla Kapolke (Green Plays Symphonic Floyd)
haben zur enormen Strahlkraft der Hagener Band beigetragen. Ich kann mich noch an
meine erste Begegnung mit den Hagenern Anfang der 70er erinnern,
nicht aber in welchem Freizeit-Zentrum, sprich Jugendheim, es
damals war. Und immer wieder kreuzte diese Formation von jungen
Wilden meinen Weg, die Hallen wurden immer größer, die Bühnen-Präsentation
immer spektakulärer. Drei Stationen möchte ich dennoch hier
besonders herausstellen, Rockpalast 1978 (siehe Bilder), Herzberg
Festival 2008, Symphonic Floyd 2022 (siehe Bilder). Und mit
Rockpommel’s Band wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Zu den oben genannten,
sind an der Gitarre Kevin Hollmann, der hat viele Jahre bei der
Grobschnitt Tribute-Band Nebelreise geglänzt, sowie Sänger Armin
Krull, eine weitere prägende Figur der Hagener Musikszene (unter
anderem bei The Heroes), mit dabei. Grobschnitt wurden sehr
berechtigt überhäuft mit Preisen und Auszeichnungen, jedes
deutsche Musikmagazin hat x-mal über diese Kult-Band berichtet,
außerdem werden sie in der Buchserie ROCK von eclipsed in Teil 3
umfassend vorgestellt. Nun wird mit dem
Star-Ensemble um Milla Kapolke ein weiteres Kapitel mit purem,
rockigem Leben gefüllt. Wer bei einem der
Symphonic-Floyd-Konzerte dabei war, der erinnert sich, welche
Qualität da auf die Bretter gebracht wurde. Anschnallen, Lauscher
aufstellen, Brille putzen & fest hinter die Ohren klemmen und
auf geht es auf die Reise in das Rockpommel’s Land.
Roland Koch, Januar 2026 |
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