![]() |
Michel
Fernandez Quimtet – Live au Hot Club de Lyon Am 18.04.2025 erschien der Livemittschnitt „Live au Hot Club de Lyon“ vom Michel Fernandez Quintet. Da mir der Jazzmusiker Michel Fernandez und seine Musik unbekannt sind, hier einige Informationen aus dem Pressetext: |
|||
Als
Schlüsselfigur des Jazz seit über 50 Jahren findet er im Magnetic
Orchestra mit François Gallix am Kontrabass, Nicolas Serret am
Schlagzeug, Benoît Thévenot am Klavier und Julien Chignier, dem jüngsten
Mitglied der Gruppe, die perfekte Synergie. Gemeinsam bilden sie ein
explosives Quintett, in dem sich die Saxophone in transzendentaler
Harmonie erheben und verflechten, wobei sich rhythmische Kraft mit
harmonischer Tiefe verbindet. Dies alles wird auf ihrem neuesten Album
„Live au Hot Club de Lyon“ lebendig. Michel
Fernandez, der in Lyon lebende Saxophonist und Komponist, präsentiert
sein neues Album Live at the Hot Club de Lyon, das von Ludwig Laisné, dem
Präsidenten des Clubs, aufgenommen wurde. Dieses Album markiert seine
Entwicklung hin zu einem Quintett mit zwei Saxophonisten, eine Richtung,
die er mit seinem letzten Album Global Warning (2022) eingeschlagen hat.
Neben Benoît Thévenot (Klavier), François Gallix (Kontrabass) und
Nicolas Serret (Schlagzeug) vervollständigen Julien Chignier (Alt- und
Baritonsaxophon) und Michel Fernandez am Sopran- und Tenorsaxophon die
Gruppe. Die
Setlist enthält sowohl herausragende Titel der letzten Alben als auch
neue Kompositionen. Darunter „La forêt de Bougarabou“ (ein
traditionelles Lied aus der Casamance), das von Chignier mit seinen
Saxophonen neu interpretiert wird, und „Archie“, eine Komposition von
Gallix, bei der die Saxophone im Geiste von Archie Shepp spielen. Der
Titeltrack „Global Warning“ mit seinen kraftvollen Saxophonen und dem
hellen Klavier vermittelt eine Botschaft der Hoffnung. Der
Schlagzeuger Nicolas Serret bietet mit „Chromatisme crânien“, eine
dynamische Komposition, während „Diminutions“ (Fernandez) das
Zusammenspiel der Saxophone hervorhebt. „For Ludwig L.“ ist ein
Tenorsaxophonsolo, das dem Direktor des Hot Club de Lyon gewidmet ist. Der
Hot Club de Lyon wurde 1948 gegründet und ist der älteste aktive
Jazzclub Europas. „Xongly“ (Pierre Dorge) wird zu einem zentralen Stück
in diesem Konzert, mit kraftvollen Saxophonen und brillantem Klavier. Das
letzte Stück, „High Life“ (ursprünglich aus dem 2019er Album „Mélanges
de Rages“), schließt das Album mit einem beschwingten Calypso ab. Mit „Archie“ sticht
ein Stück heraus, das in der ersten Hälfte von einem mehrminütigen Solo
auf dem Kontrabass bestimmt wird. Das ist eine spannende Angelegenheit.
Die anderen Instrumente setzen erst ab der Mitte ein. Dann dominieren aber
wieder die Saxophone, die von sanften Piano- und Schlagzeugtupfern
untermalt werden. In „For Ludwig L.“ wird ein Solo auf dem
Tenorsaxophon präsentiert. Die restlichen Instrumentalstücke sind purer
melodischer Jazz. Auf dem Mitschnitt ist
ein eingespieltes Jazzquintett zu hören, das melodischen Jazz spielt, der
vor allem von den Blasinstrumenten bestimmt wird. Die Songs besitzen einen
guten Groove und sind durchweg melodisch angelegt. Auch klanglich ist das
Album hervorragend produziert, so dass alle Instrumente klar rüberkommen.
Auch die Liveatmosphäre wurde durch die Zuschauerreaktionen gut
eingefangen. Stephan Schelle, Januar 2026 |
||||