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Mad
Vantage - Minutiae. Die gefeierte Komponistin und Instrumentalistin SOLUNE veröffentlicht mit „Minutiae.“ das Debütalbum ihres genreübergreifenden Projekts Mad Vantage. Mit einer mitreißenden Mischung aus Progressive Metal, Nu-Jazz und elektronischen Klängen positioniert sich SOLUNE als beeindruckende neue Stimme der Heavy-Musik und erobert die Szene mit präzisen Grooves, üppigen Harmonien und unbändiger Kreativität. |
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„Minutiae.“
verbindet die rhythmische Präzision des Jazz mit der Wucht von
Verzerrung, Double-Kick-Pedalen und Synthesizern und präsentiert eine
Klanglandschaft, die von jahrelanger künstlerischer Entwicklung geprägt
ist. Das Album wurde live im Studio mit ihrer Band aufgenommen und lebt
von Echtzeit-Interaktion, die polyrhythmische Intensität liefert, ohne
dabei den menschlichen Puls zu verlieren. „Nach
zahlreichen gemeinsamen Veröffentlichungen und einer Fülle von Aufnahmen
als Begleitmusikerin in den letzten 10 Jahren ist „Minutiae.“ das
erste Album, das ich als Solokünstlerin herausbringe“, sagt SOLUNE.
„Ich wollte ein starkes Statement setzen, als ich endlich meine
Solokarriere startete, und ich finde, dieses Album ist ein gutes Beispiel
dafür. Es sagt: ‚Ich bin hier, um Lärm zu machen’, und ich hoffe,
dass die Leute zuhören werden.“
Aber so lärmig wirkt die Musik nun wirklich nicht. „Minutiae.“
beschäftigt sich mit den Themen Erosion und Stärke – sowohl innerlich
als auch äußerlich – und reflektiert persönliche und
gesellschaftliche Veränderungen im Zeitalter der digitalen
Transformation. Es ist Musik der Katharsis, der Selbstdefinition und der
trotzigen Verletzlichkeit. „Dieses Album ist der Höhepunkt jahrelangen
Wachstums und Lernens“, sagt SOLUNE. „In einer Branche, in der immer
noch Vorurteile gegenüber Frauen bestehen, wollte ich mir treu bleiben. Schon im ersten,
sechsminütigen Track „Matriarch“ zeigt sich diese Mischung aus
Progressive Metal und Jazz. Der Track weist zwar eine technisch
hochwertige Instrumentierung auf, bleibt dabei aber immer melodisch und
ist nicht zu verkopft angelegt. Darauf folgt dann das
achtminütige „Perpetual Cave”. Schlagzeug und Keyboard erzeugen zunächst
eine recht jazzige Stimmung. Auch die einsetzende Gitarre bewegt sich dann
noch im Jazzbereich, strahlt aber auch schon rockige Elemente aus.
Sirenenartige Keyboardklänge durchziehen danach den Song bis es dann mit
filigranen, temporeichen Tastenklängen weitergeht, die von elektronischen
Klängen umspült werden. Elektronische Klänge
leiten in das nächste Stück, „Terranea”, ein. Doch schon nach
wenigen Momenten ändert sich die Stimmung, die nun in einen
Progressive-Metal/Jazz-Mix übergeht. Aber auch hier steht die Melodie im
Vordergrund, obwohl es so einige Breaks im siebeneinhalbminütigen Track
gibt. Sehr gut gefallen hier die Keyboardsoli, die zeitweise die
Melodielinie übernehmen. Ein absolut spannender Track. Ebenfalls auf
siebeneinhalb Minuten bringt es das Stück „Ictus”, das mit Glockenklängen
und einem dumpfen Keyboardsound beginnt. Dann setzen Gitarren im gleichen
Klang ein und vermischen sich mit einem druckvollen, treibenden
Schlagzeugrhythmus. In diesem Track herrscht klar Progressive Metal vor. „Pervade Your Mind”
beginnt mit einem Bassmotiv und treibendem Schlagwerk. Sobald die
Keyboardsounds einsetzen wirkt das Ganze etwas experimentell. Nach wenigen
Momenten wird es dann aber wieder recht jazzig. Ein rhythmischer Titel,
auf den man sich einlassen muss. Die letzten drei Stücke
bilden dann die Parts von „Cataclym“. Es beginnt mit dem anderthalbminütigen
„Cataclym Pt 1” und einer mit Hall ummantelten Pianomelodie. Das geht
dann nahtlos in das etwas mehr als siebenminütige „Cataclym Pt 2” über.
Hier wird es dann schon rockiger mit kraftvollen Gitarren und treibendem
Schlagzeug. Eine wunderbare, abwechslungsreiche und melodische Melange aus
Metal und Jazzrock. Den Abschluss bildet dann das etwas mehr als einminütige
Stück „Cataclym Pt 3”, das etwas wirr und verworren klingt und abrupt
endet. Ein jazziger Ausklang aus dem Album. Auch für nicht so
jazzaffine Personen geht die Musik auf dem Album „Minutiae.“ von Mad
Vantage recht gut ins Ohr. Die Stücke bewegen sich auf technisch hohem
Niveau, ähnlich wie Bands der Marke Panzerballett, aber nicht so verkopft
und auf Technik ausgelegt. Stephan Schelle, Januar 2026 |
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