![]() |
Kabasse
– About Sitting On Fences Irgendwo zwischen Jazz, Progressive Rock und cineastischen Klanglandschaften entfaltet Kabasse eine Welt aus komplexen Arrangements, kühnen Klangtexturen und herzlicher Improvisation. Das Sextett, das aus einer Idee des Münchner Musikers Sigmund Perner (auch Mitglied von Carpet) hervorgegangen ist, verbindet komponierte Strukturen mit freier Improvisation und kombiniert üppige Harmonien, unerwartete Rhythmen und eine reichhaltige Palette an Blasinstrumenten, Mallet- und Tasteninstrumenten. |
|||
Ulrich Habersetzer (Jazzjournalist bei BR-KLASSIK, DLF Kultur usw.) über Kabasse und ihr Debütalbum „About Sitting On Fences“: „Die sorgfältig ausgewogenen Klangbilder entführen den Zuhörer auf eine Reise zwischen beruhigend Vertrautem und überraschend Neuem. Treibende Kompression und filigrane Zartheit, atemlose Spannung und entspannte Harmonie, komplexe Vielschichtigkeit und fesselnde Einfachheit – auf „About Sitting On Fences“ entwickeln sich diese Kontraste auf ganz organische und natürliche Weise. Man muss sich nicht für eine Seite dieses metaphorischen Zauns entscheiden. Bleiben Sie einfach sitzen und lassen Sie Ihren Blick über den Soundtrack dieser Musik schweifen, hören Sie zu, träumen Sie, tauchen Sie ein in die Klänge. Wo auch immer Sie landen, es wird die richtige Seite des Zauns sein.“ Das Album erschien am 13.02.2026 als CD, auf Vinyl und in digitaler Form. Die CD-Version ist in einem vierseitigen Papersleeve erschienen. Eingespielt wurden die fünf Stücke von Siegmund Perner (Tasteninstrumente), Jonas Perner (Schlagzeug), Jan Kiesewetter (Saxophon, Bassklarinette), Benjamin Häussler (Posaune), Giuseppe Puzzo (Bass) und Martin Lehmann (Trompete, Flügelhorn). Mit dem 10:36minütigen „Beauty Of The Brain“ startet das Sextett in das Album. Ein Stück das sanften, melodischen Jazz präsentiert. Das Stück wandelt sich im Verlauf und ist von herrlichen Soli durchzogen. Das 10:40minütige „In The Woods“ beginnt etwas experimentell mit einigen eingestreuten Klängen. Erst nach drei Minuten, wenn das Saxophon einsetzt, zu dem der Bass sanft seine Kreise zieht, wird es dann melodisch. Ab jetzt ist man in diesem sanften Jazzsound gefangen, der eine sehr schöne, relaxte Stimmung verbreitet. Ein Klarinettenmotiv leitet danach in das Stück „Heavy Cloud“ ein. Nach wenigen Momenten kommt dann ein Rhythmus auf, der dem Stück einen klasse Groove verleiht. Das ist hochgradig spannend. Mit 3:50 Minuten Spielzeit ist dann „Encore“ das kürzeste Stück des Albums. Das beginnt dann mit einer sanften Melodielinie, auf den Keyboards. Ein sehr besinnliches Stück. Mit dem Stück „Manything Goes“ endet dann das Album. Hier kommt wieder Jazz auf, der nun von einem Rhythmus wie von einer Dampflok vorangetrieben wird. Darauf breiten dann die Blasinstrumente eine sehr eingängige und schöne Melodie aus. Das Debütalbum „About Sitting On Fences“ der Band Kabasse bietet herrlich atmosphärischen und melodischen Jazz mit einer Portion Progressive Rock. Allerdings liegt der Fokus klar auf den jazzigen Sounds. Das ist aber so gut gemacht, das es auch für Nicht-Jazz-Kenner gut ins Ohr geht. Stephan Schelle, Februar 2026 |
||||