John Rose – The Key
FinestNoise Releases / Radar (2019)

(15 Stücke, 61:59 Minuten Spielzeit)

Hinter dem Projektnamen John Rose verbirgt sich der deutsche Musiker Johannes Rösgen. Nach dem Progressive-Rock-Konzept-Doppelalbum „Ride The Raven“ aus 2011 und dem 2014 erschienenen Album „Behind The Gates“, welches bereits den Kern dessen beinhaltet, der bei „The Key“ so deutlich hervortritt, stellt „The Key“ die bereits dritte Veröffentlichung von John Rose dar. Den Großteil der Stücke hat Sänger und Multiinstrumentalist Rose selbst eingespielt. 


Hilfe hat er sich bei einigen Stücken von Sängerin Victoria Wydymanski, Schlagzeuger Wolfgang Schwarz, Saxophonist Peter Torres und Robert Thomas, der bei einem Song zusätzliche Keyboardparts eingespielt hat, geholt.

14 offizielle Stücke mit Laufzeiten zwischen 2:27 und 6:18 Minuten Spielzeit sowie den 5:25minütigen Bonustrack „Meer des Lebens“ beinhaltet die CD, die im Jewelcase mit achtseitigem Booklet am 01.03.2019 erschienen ist. Das Booklet ist allerdings sehr sparsam mit Informationen. Songtexte finden sich leider auch nicht darin.

Gleich der Opener „Soil, Air, Sun And Rain“ zeigt in welche Richtung sich Johannes Rösgen auf dem Album bewegt, nämlich melodischem Rock mit proggigen Elementen. Das kommt sehr weich und clean rüber, was auch an Johannes’ sanfter Stimme liegt. Ein Song wie „Dream On“, der musikalisch in Richtung RPWL geht, wirkt bei John Rose allerdings nicht so eindrucksvoll wie Yogi Lang’s Gesang beim Münchner Artrockquintett. Es fehlt aus meiner Sicht so ein bisschen der Druck. Diese Stimmung zieht sich durch das komplette Album.

Die Songs haben alle Potenzial, ihnen fehlt aber durch den weichgespülten Sound das besondere Etwas. Das zeigt sich auch in Stücken wie „Awaiting“ oder dem Titelstück in dem sich dann Sängerin Victoria Wydymanski in diesen sanften Reigen nahtlos einreiht. Auf der anderen Seite ist das Album geeignet, wenn man einfach mal abspannen will und sich durch sanfte, weiche Rockklänge in eine wohlige Stimmung bringen will. „Riding The Satellite“ ist dann aber durch den knackigen Rhythmus ein Lichtblick im Album, obwohl auch dieses Stück sehr clean rüberkommt.

Auf dem Album „The Key“ des deutschen Multiinstrumentalisten Johannes Rösgen aka John Rose präsentiert er melodischen Rock mit proggigen Elementen. Die Musik wird aber nicht von Ecken und Kanten geprägt, sondern ist sehr clean produziert. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir doch eine etwas rauere Produktion gewünscht, das hätte dem Werk sicherlich gut getan. Dabei haben die Stücke Substanz und sind sehr melodisch.

Stephan Schelle, März 2019

   

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