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Hence
Confetti - Duress Nach dem 2023'er selbst betitelten Debütalbum des australischen Alternative-Metal-Projektes Hence Confetti erschien am 05.09.2025 das zweite Album der Band unter dem Titel „Duress". Das Projekt wurde vom ehemaligen Mish-Frontmann Rowland Hines ins Leben gerufen und begann als Ventil für Hines, um seine Gefühle nach dem Ende von Mish und nach der Geburt seines Kindes auszudrücken, als er von Sydney in seine Heimatstadt Bathurst zog, bevor er sich in Warnervale, NSW, niederließ. |
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Das Album, das wieder mal unter einer halben Stunde Spielzeit aufweist, erscheint in einem vierseitigen Papersleeve mit ausfaltbarem, achtseitigen Booklet. Die Band besteht derzeit aus Gareth Dwyer (Gitarren), Adam Golsby (Schlagzeug), Rowland Hines (Gitarren, Gesang) und Nathan Russell (Bass). Die sechs auf dem Album befindlichen Stücke weisen Laufzeiten von 1:46 bis 6:50 Minuten Spielzeit auf. Wie auf dem Debüt zieht die Band darauf oftmals eine Wall Of Sound hoch. Mit dem kraftvollen Titelstück „Duress" startet die Band in das Album und zeigt gleich mal, das sie mit ihrer Musik keine Gefangenen machen, sondern den Hörern ein dickes Pfund um die Ohren hauen will. Da wirken die Schlagzeugrhythmen wie ein Trommelfeuer, die von Metalgitarrenlicks umgeben sind. Darauf setzt dann Rowland Hines seinen düsteren Gesang, der teils in Growls abdriftet. Das wirkt auf mich wie aus den tiefsten Tiefen an die Oberfläche geholt. Atmosphärisch/mysteriös beginnt dann das Stück „Promise", das nach nicht ganz einer Minute in einen druckvollen Metalpart übergeht. Hier ist Rowland Hines Gesang nicht so düster wie im Titeltrack, so dass man jetzt etwas durchatmen kann. Aber auch hier wird fetter Metal geboten, der von atmosphärischen Klängen durchzogen ist. Härter zeigt sich dann wieder das Stück „Shang Tsung" und auch in diesem Stück haut Hines wieder einige Growls raus. Für meinen Geschmack ist das zu hart und düster. Wer aber auf diese Art von Metal steht, der bekommt die volle Dröhnung. Nach diesem harten Ding geht es dann im nächsten Song „The Road Is Thinning"" aber nur ein klein wenig ruhiger zu, denn auch hier sind es druckvolle Parts, die den Song bestimmen. Gesanglich geht das für mich wieder in Ordnung. Das nicht ganz zweiminütige „Void" ist ein kurzes Zwischenspiel, bei dem die Band Stimmungen erzeugt und ganz auf Harmonien, Rhythmen und Melodien verzichtet. Ein rein elektronischer Augenblick. Dann folgt das abschließende „Onslaught", bei dem die Band wieder ein heftiges Brett raushaut. Mit ihrem zweiten Werk „Duress" hat die australische Metalband Hence Confetti ein fettes Metal-Brett veröffentlicht. Für meinen Geschmack ist das zuviel des Guten. Wer aber auf kraftvollen Metal mit teilweise Growlgesang und einer Wall Of Sound steht, der sollte mal ein Ohr riskieren. Stephan Schelle, April 2026 |
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