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Flame
Dream - Supervision Innerhalb eines halben Jahres erscheint am 30.01.2026 die dritte Wiederveröffentlichung eines Albums der Schweizer Rockband Flame Dream. Nach „Out In The Dark“ (1981) und „Elements“ (1980) ist nun „Supervision“ an der Reihe, das im Januar 1982 erstmals veröffentlicht wurde. Das LineUp zeigte sich zum Vorgänger unverändert mit Pit Furrer (Schlagzeug, Percussion), Urs Hochuli (Bass, Basspedale), Roland Ruckstuhl (Piano, Orgel, Keyboards, Sequencer, Vocoder) und Peter Wolf (Gesang, Flöte, Saxophon, Percussion). |
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Das Album startet mit
dem Stück „Blackmail“, bei dem schon deutlich wird, dass die Band
auch Einflüsse des 80’er Jahre-Sounds mit in die Stücke hat einfließen
lassen. So zeigen die Bass-, Sequenzer- und Keyboardmotive zu Beginn (sie
werden auch immer mal wieder eingestreut) einen leichten Einfluss von
Peter Schillings „Major Tom“. Dies verbindet die Band aber mit ihrem
typischen Prog-Stil. Herausgekommen ist ein eingängiger Song, der sich
schnell im Ohr festsetzt. Das nur etwas mehr als
zweiminütige Instrumentalstück „Dancing Into Daylight“ stellt eine
sehr schön Kombination aus Akustikgitarre und Keyboards mit treibendem
Schlagwerk dar und besticht durch eine sehr schöne Melodieführung. Es
wirkt darüber hinaus wie das Intro zu dem folgenden Titeltrack, da beide
nahtlos ineinander übergehen. Der Titeltrack, der
recht perkussiv beginnt, ist recht progressive angelegt und erinnert mich
auch ein wenig an die späteren Werke von Hoelderlin. Die Saxophonklänge
besitzen darüber hinaus eine leicht jazzige Note. Peter Wolf verziert das
Ganze dann mit seiner sehr markanten Stimme. Neo-Prog kommt dann in
dem wunderbar sanften und melodischen Stück „Signs Of Solitude“ auf.
Nach der Hälfte hat die Band dann noch eine treibende Instrumentalpassage
eingebaut, bei der besonders sie Orgel Akzente setzt. Danach geht es mit der
sanften Ballade „Tragedy“ weiter, die eine wunderschöne Melodie
bereit hält und sich wieder im Umfeld des Neo-Prog bewegt. Das sorgt für
Gänsehaut. Recht proggig geht es
dann mit „Time For A Change“ weiter. Hier überzeugen die
Keyboardpassagen während Peter Wolf sich mit einer Vocoderstimme
duelliert. Ein Stück das vor allem durch Bass und Schlagwerk dynamisch
nach vorn getrieben wird. Und im Mittelteil legt Roland Ruckstuhl dann
noch ein treibendes Orgelsolo aufs Parkett. Nach dem balladesken
„Womans Art?“ endet das Album mit dem mehrteiligen Longtrack
„Paradise Lost“, bei dem die Band nochmal alle Register zieht. Darin
wechselt die Band zwischen sehr atmosphärischen, sanften, teils sakralen
und druckvollen, rhythmischen Passagen. Das sorgt für viel Abwechslung
und einen hohen Spannungsbogen. Mit „Supervision“
der Schweizer Band Flame Dream ist ein weiterer Schatz der Progmusik
endlich wieder erhältlich. Darauf verbindet sich auf gelungen Art
Progressive Rock mit dem Sound der 80’er Jahre. Stephan Schelle, Januar 2026 |
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