Ben Reel - Spirit's Not Broken
Mars Label Group / Bertus (2025)

(12 Stücke, 49:56 Minuten Spielzeit)

Ben Reel, einer der beständigsten und angesehensten Singer/Songwriter Irlands, veröffentlicht am 23.01.2026 sein zwölftes Studioalbum unter dem Titel „Spirit’s Not Broken“. Eingespielt wurde das Album von Ben Reel (Gesang, Gitarre), Ronnie O’Flynn (Bass), Michael Black /Schlagzeug), Gerry Black jr. (E-Gitarre), John McCullough (Piano, Keyboards) und Julieanne Reel (Backgroundgesang).


Der Musiker, der seine Musikkarriere 1989 im Alter 17 Jahren mit seiner ersten Band Promised Land, die später in Trim The Velvet umbenannt wurde, begann, veröffentlichte 1999 sein erstes Studioalbum „This Is The Movie“ und hat seitdem ein umfangreiches musikalisches Gesamtwerk geschaffen, das Rock, Folk, Soul und Reggae miteinander verbindet.

Nun legt Ben Reel sein neuestes Werk vor, und wie jedes seiner Alben transportiert auch „Spirit’s Not Broken“ eine tiefere Botschaft: „In einer Zeit, die von Krieg, Spaltung und Unsicherheit geprägt ist, fühlt man sich leicht ohnmächtig“, sagt Ben Reel. „Doch dieses Album vermittelt eine zeitlose Wahrheit – die Kraft der Liebe und der menschlichen Verbundenheit.“

Musikalisch beginnt das Album mit roher Rockenergie, bevor es in gefühlvolle, R&B-inspirierte Grooves übergeht und den Geist von Marvin Gaye, Otis Redding, Van Morrison und Sting widerspiegelt. Es ist eine Reise, die Rauheit mit Armut verbindet und Bens Ruf als exzellenter Songwriter untermauert.

Mit „Better Be Better“ startet Ben Reel in sein neues Album. Das ist dann schon mal ein klasse Song mit viel Rock- und Popappeal. Stimmlich erinnert mich Reel dabei ein wenig an den Magnum-Sänger Bob Catley. Der Song geht auf jeden Fall sehr gut ins Ohr und ist damit ein guter Einstieg in das Album.

Und genau so macht er dann auch im nächsten Song „Come What June“ weiter. Ein eingängiger Song bei dem sich Singer/Songwriter mit Pop und Rock verbindet. Etwas langsamer aber mit intensivem Flair und einer Spur Soul geht es dann in „Bring It Back To Life“ weiter.

Amerikanisches Flair kommt dann in „Laid Out In Front Of You“ auf, was auch an den Steelguitarklängen liegt, die immer wieder eingeworfen werden. Eine Gitarrenorientierte Ballade kommt danach mit „Candlelight“ auf. Soulig mit herrlichem Groove zeigt sich „I Will“. Da kommt dann auch ein wenig Retrofeeling auf.

Daraufhin ist wieder Zeit für eine wunderbare Ballade mit dem Titel „Down By The Stream“, bei der Bens Stimme im Vordergrund steht und sich förmlich unter die Haut schiebt. Ein sehr besinnlicher Song, der im Verlauf wieder einen herrlichen Groove bekommt. Im atmosphärischen Titelsong kommt eine wunderbare Gitarrenpassage auf, die mich ein wenig an Mark Knopfler erinnert. Das Album endet mit den beiden Bonustracks „Can’t Even Cry“ (das countrymäßig angelegt ist) und „Another Dream“, das Rock’n’Roll und Poprock miteinander verbindet.

„Spirit’s Not Broken“ von Ben Reel ist ein herrliches Singer/Songwriter-Album das nur so vor eingängigen Melodien strotzt.

Stephan Schelle, Januar 2026

   

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