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Atsuko Chiba -
Atsuko Chiba Atsuko Chiba ist eine Band aus dem kanadischen Montreal. Die Band besteht aus Anthony Piazza (Schlagzeug, elektronisches Schlagzeug, Percussion), David Palumbo (Bass, Bass VI, Gesang), Eric Schafhauser (Gitarre, Synthesizer), Karim Lakhdar (Gesang, Gitarre, Synthesizer) und Kevin McDonald (Synthesizer, Gitarre) und veröffentlichte am 24.04.2026 ihr viertes, selbstbetiteltes Album. Das erschien in einem vierseitigen Digipak aus dem aber nur minimale Infos hervorgehen. |
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Die Band kommentiert: „Insgesamt ist ‚Atsuko Chiba’ eine Übung in Geduld und Zurückhaltung. Die Stimmung des Albums ist melancholisch, mal wirkt es optimistisch, mal fast hoffnungslos – es herrscht ein Gefühl von Verlust und Entfremdung, aber auch ein Funken Hoffnung. Es ist die verletzlichste und reduzierteste Musik, die wir je gemacht haben. Es ist eine Abkehr von dem aggressiven und verzerrten Gitarrensound, auf den wir uns über die Jahre verlassen haben. Wir haben uns auch dafür entschieden, es zu einem selbstbetitelten Album zu machen, was uns einige Kopfzerbrechen bereitet hat. Wir haben uns für ‚Atsuko Chiba’ entschieden, weil sich die übergreifenden Themen auf eine tiefe Weise auf uns beziehen. Das Material auf diesem Album präsentiert sich als Mosaik unserer Interessen und Erfahrungen als Band. Wir haben uns bei jedem Schritt von der Musik leiten lassen, haben ihr niemals unseren Willen aufgezwungen, sondern darauf geachtet, was sie uns sagte und was wir tun konnten, um sie weiter zu unterstützen.“ Ein trockener Bass und ein sanftes Schlagzeug, das von elektronischen Spielereien durchbrochen wird sind zunächst im eröffnenden „Retention“ zu hören. Sanft zieht der Song dahin. Der Gesang wirkt dabei recht mysteriös und intim, hat aber eine große Wirkung, die einen sofort in diesen Sound zieht. Flirrende elektronische Klänge starten dann in das nächste Stück „Pretense“. Darauf wird dann ebenfalls ein Bassmotiv gesetzt und man hat das Gefühl, das der Track zeitlupenartig durch den Raum weht. Der mit Hall versetzte Gesang, der in den Hintergrund gemischt ist, hat ebenfalls etwas mysteriöses und melancholisches. Das wirkt aber keinesfalls bedrückend, vielmehr kann man sich in diesen Sound fallen lassen. Druckvoller zeigt sich dann das Stück „Future Ways“, das jetzt mehr im Postrock verortet ist. Ein treibendes Schlagzeug, unterstützt vom Bass sorgen für den Schub auf den sich atmosphärisch/psychedelische Gitarrensounds legen. Und auch der Gesang geht in diesem Stück mehr in die Psychedelic Rock-Ecke. Percussionklänge leiten in das Stück „Tar Sands“ ein. Hier werden verschiedene Percussionelemente miteinander verknüpft, auf denen sich dann der Gesang legt. Der wirkt etwas gelangweilt, passt aber gut zu diesen ungewöhnlichen Klängen. Nach gut zwei Minuten kommen dann weitere Klänge auf, die ich nicht genau zuordnen kann, die dem Stück nun aber mehr Volumen verleihen. Es wirkt wie nicht von dieser Welt. Sehr elektronisch zeigt sich danach das Stück „Torn“. Sich wiederholende Tonfolgen aus dem Synthesizer bilden hier das Fundament, auf dem sich der Gesang dann mystisch ausbreitet. Nach einiger Zeit kommen dann auch Schlagzeug und Gitarre hinzu und vermischen sich mit leicht schrägen Keyboardharmonien. Das hat aber seinen ganz eigenen Reiz. Mit dem neunminütigen „Locked And Array“, das zugleich der längste Track ist, wird das Album dann beendet. Es beginnt mit einer Gitarrenpassage und wirkt wie eine Mischung aus Singer/Songwriter und Progressive Rock. Nach zwei Minuten wird es dann melodischer und bekommt durch die Keyboards mehr Volumen, was den progressiven Eindruck unterstützt. Ein sehr schöner, melancholischer Song, der gut ins Ohr geht. Das selbstbetitelte, vierte Album der kanadischen Band Atsuko Chiba bietet außergewöhnliche Sounds mit teils mysteriösem und melancholischem Einschlag, Allerdings gehen die Stücke erstaunlich gut ins Ohr. Sollte man sich unbedingt anhören. Stephan Schelle, Juni 2026 |
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