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Agitation Free
- Live In Berlin Agitation Free gründete sich im Jahr 1967 in Berlin und ist Mitbegründer der „Berliner Schule“. Gründungsmitglieder waren damals Lutz „Lüül“ Graf-Ulbrich (Gitarre), Lutz Ludwig Kramer (Gitarre), Michael „Fame“ Günther (Bass) und Christopher Franke (Schlagzeug). Und Lutz „Lüül“ Graf-Ulbrich ist auch heute noch zusammen mit dem ebenfalls seit den 60’er Jahren dazugehörenden Burghard Rausch (Schlagzeug) im LineUp. |
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Die Hälfte der Songs stammen vom letzten Studioalbum „Momentum“ aus dem Jahr 2023. Darüber hinaus hatten sie ältere Stücke im Programm. Los geht es mit dem Stück „Nouveau Son“, das auch ihr letztes Studioalbum eröffnete. In das Stück wurden immer wieder einige französische Worte eingeflochten. Musikalisch ist es ein treibendes, fiebriges, psychedelisches und hypnotisches Stück, bei dem die Band eine ganz eigene Atmosphäre schafft und zwischen ruhigen und knackig/druckvollen Passagen wechselt. Hier, wie auch in den anderen Stücken, lassen sich die Musiker Zeit für einige Soli. Gitarrenlastig beginnt danach „Lilac“. Hier kommen dann auch einige leicht asiatisch anmutende Klänge mit auf. Die Percussion tut ihr Übriges. Daraus entwickelt sich dann aber langsam ein sehr melodisches und rockiges Stück. Zirpenartige Sounds und ein sanfter Rhythmus eröffnen danach das Stück „Nightwatch“. Auch der dezente Bass passt sich sehr gut in diese Atmosphäre ein. Dann kommt eine Keyboardeinlage auf und es wird melodisch. In diese Atmosphäre steigen dann nach und nach auch die Gitarren - mit teils Wah Wah-Effekt - ein. Ein ebenfalls hypnotischer Track, der im Verlauf an Dynamik zunimmt. Auch einige schräge Gitarrenlicks finden sich in der zweiten Hälfte. Samples von einer Ansage eines Flughafens sowie ein startendes Flugzeug und weitere Stimmen sind zunächst in „You Play For Us Today“ zu hören. Daraus entwickelt sich dann ein avantgardistisch/rhythmisches Stück. Indigene Trommeln kommen dann in „Nomads“ auf. Ein sehr schöner, perkussiver und melodischer Track, bei dem Burghard Rausch akzentuiert und abwechslungsreich für einen rhythmischen Unterboden sorgt, auf dem sich Keyboards, Gitarren und Bass austoben können. Mit „Laila“ ist dann ein sehr melodischer Track auf dem Album. Hier sind dann auch herrliche Gitarrensoli enthalten. „Shibuya Nights“ ist ein weiterer Track, bei dem Burghard Rausch sehr akzentuierte Rhythmen beisteuert. Und mit „In Da Jungle“ endet dann das Livedokument eindrucksvoll und bietet noch mal ein perkussives Feuerwerk. Die deutsche Band Agitation Free ist vor allem live eine Wucht und das zeigt auch der Mitschnitt „Live In Berlin“, der im Dezember 2025 mitgeschnitten wurde. Das Quintett entfacht einen hypnotischen Strudel, von dem man von Beginn an gefesselt ist. Stephan Schelle, Juli 2026 |
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