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Synquentium - Immersion In Total Emptiness Hinter dem Pseudonym Synquentium verbirg sich der niederländische Elektronikmusiker Peter Dekker, der auch als Däcker in der Elektronikszene bekannt ist. Im Jahr 2024 ist sein Album „Immersion In Total Emptiness“ erschienen, das auf einer Improvisation aus dem Jahr 2014 beruht. Das Sternenbild auf dem Cover macht schon deutlich, dass es darauf recht spacig zugeht. Das Album besteht aus dem fast 80minütigen Titelstück. |
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Ich hatte mir das Album ohne jegliche Information oder den Text im Innenteil der CD-Hülle angehört und war sofort auf einem 80minütigen Spacetrip, bei dem vor dem geistigen Auge die Weiten des Weltalls vorbei glitten. Die sehr ruhige Musik hat etwas Beruhigendes und der eigene Körper scheint dabei eine Schwerelosigkeit zu entwickeln. Zwar hat Peter Dekker keine Melodien eingespielt, die Harmonien gehen aber sehr schnell ins Ohr und ziehen einen in diese sanfte Atmosphäre hinein. Erst nach gut 80 Minuten, sobald der letzte Ton verklungen ist, erwacht man zufrieden und erholt aus diesem herrlichen Klangbad. Danach habe ich mir den Text des Innenteils durchgelesen, der die Stimmung und die Intention für dieses Album sowie meine eigene Erfahrung beim Hören sehr gut widerspiegelt. Aus diesem Grund habe ich ihn nachfolgend aufgeführt: Die Entstehung der Musik auf diesem Album war für mich in den letzten zehn Jahren eine sehr persönliche und emotionale Erfahrung. Die Originalversion dieser Musik wurde am 18. April 2014 erstellt. Meine damalige Freundin lag auf dem Sofa in der Nähe meiner Instrumente und fragte, ob ich etwas Musik für sie spielen könnte. Also wählte ich einen zufälligen Sound auf meinem Roland XP-60 und begann zu improvisieren. Der Klang war so wunderbar, das ich einige Zeit weiterspielte und langsam in einen trancelastigen Bewusstseinszustand rutschte. Als ich mit dem Spielen fertig war, öffnete sie langsam die Augen und sagte, dass die Musik sie auf eine galaktische Reise mitgenommen hatte und dass sie das Gefühl hatte, durch die Sterne gereist zu sein. Wir wurden beide sehr emotional, als ich ihr erzählte, dass dies genau meine Erfahrung war. Also waren wir uns einig, dass dieses Musikstück unser besonderer Song sein sollte. Dann kam die Erkenntnis, dass ich fast eine Stunde lang gespielt hatte, obwohl es sich anfühlte, als wären es erst 20 Minuten gewesen. Etwa einen Monat später, am 21. Mai 2014, hatte ich das Gefühl, dass ich dieses Musikstück als Beweis für diesen besonderen Moment einen Monat zuvor aufnehmen müsste. Also installierte ich noch einmal den Roland XP-60, wählte den gleichen Sound, drückte auf „Aufnehmen“ und begann wieder zu improvisieren. Das Ergebnis nach 80 Minuten ist das, was man auf diesem Album hört. Ohne Bearbeitungen oder Overdubs, aber mit der gleichen Emotion wie das Originalmusikstück. Sie liebte die Aufnahme und hörte sie sich oft an. Leider haben wir uns jedoch ein Jahr später getrennt. Jedes Mal, wenn ich diese Musik höre, erlebe ich dieselbe galaktische Reise noch einmal, und ich erlebe diesen besonderen Moment noch einmal, als wären wir noch zusammen. „Immersion In Total Emptiness“ von Synquentium aka Peter Dekker ist ein sehr schönes, schwebendes und entspannendes Album, das die Hörer auf eine Reise durch die Weiten des Weltalls mitnimmt. Stephan Schelle, März 2026 |
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