Stan Dart – MurInsel Volume 8 – Brave New World
 

Stan Dart – MurInsel Volume 8 – Brave New World
Eigenvertrieb / Bandcamp (2026)
(
8 Stücke, 36:08 Minuten Spielzeit)

Der in Österreich beheimatete Richard Hasiba aka Stan Dart veröffentlichte im Sommer 2026 sein achtes MusrInsel-Album, das den Untertitel „Brave New World“ trägt. Er ist bekannt für seine eingängige elektronische Musik, die im Umfeld von Ambient und Chillout angesiedelt ist, aber auch Popelemente in sich trägt.

 


Im Inlay seines Albums beschreibt Richard sein neues Album wie folgt: In Aldous Huxley’s Buch „Brave New World“ wird eine Welt der Kontrolle durch wenige beschrieben und wie durch vielfältige Manipulation diese Kontrolle der Massen aufrecht gehalten wird.

Heute haben wir eine Welt vor uns, die in gewisser Hinsicht dieser Vorlage gefährlich nahe kommt. Der Einfluss der KI in unserer Gesellschaft ist enorm und hat nicht immer nur positive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Das diese Technik von wenigen kontrolliert wird macht die Sache auch nicht einfacher.

Dennoch bin ich der Meinung, dass wir nicht verzagen sollten. Wir haben jeden Tag auf’s neue die Chance diese Welt zu einer besseren zu machen. Es liegt letztlich nur an uns wie sehr wir uns darauf einlassen wollen.

Unter diesen beiden Prämissen habe ich für das neue MurInsel Album Songs geschrieben, die einerseits für eine entspannte Zeit am Pool oder am Meer gedacht sind, andererseits auch ein wenig zu Nachdenken anregen mögen.

Ich hoffe ihr hattet oder habt noch einen schönen Restsommer und blickt optimistisch in den Herbst.

Mit dem sanften und chilligen „Early Morning“ startet Richard sein neues Album. Das hat was von einer Sommerbrise an einem herrlichen Strand. Das perlt sanft durch den Raum und verbreitet eine angenehme Stimmung.

„Always Be Kind“ zeigt sich dann von einer etwas rhythmischeren Seite. Hier bestimmt ein pulsierender Beat das Geschehen, auf dem Richard seine Melodielinie ausbreitet. Auch mit diesem Stück kann man herrlich entspannen und chillen. Leicht orientalische Klänge hat er – wie schon in den Opener – hineingemischt. Nach einigen Momenten kommen weitere Rhythmuselemente auf, die den Track weiter vorantreiben, ohne seine chillige Färbung zu verwässern.

Fast zeitlupenartig geht es dann mit dem Stück „Black Sun, Part One“ weiter. Die Klänge und Harmonien des Stückes scheinen im Raum zu schweben. Dann setzt eine Pianomelodie ein, die zärtlich und sanft die Ohren der Hörer umschmeichelt. Ein Stück, bei dem man vom teils tristen und öden Alltag herunterkommen kann.

„Sehnsucht“ beginnt mit Percussionklängen um nach wenigen Momenten um sanfte Harmonien und einer eingängigen, flötenartigen Melodie ergänzt zu werden. Auch ein Celloartiger Part unterstreicht diese herrlich entspannte Atmosphäre.

„Gedanken“ schließt sich mit perkussiv/flächigen Sounds an. Jetzt kommt aber ein pumpender Beat auf, der zum Tanzen einlädt. Damit hat Richard wieder einen recht rhythmischen und popigen Track auf dem Album platziert, der einfach nur Spaß macht und gute Laune verbreitet.

„The Chinese Marketplace“ entführt die Hörer dann mit einigen asiatischen Klängen ins Reich der Mitte. Darin kommt eine sehr schöne, eingängige Melodie mit sanftem Rhythmus auf, die die westliche mit der östlichen Welt verbindet.

In „Northern Skyline“ kommen dann erstmals Stimmsamples auf. Rauschende Klänge, wie bei einem stärkeren Regen mit Gewitter sind im Hintergrund zu hören, während im Vordergrund arabisch anmutende Klänge zu hören sind. Dann setzt sanfter Gesang ein, der arabisch klingt. Ein klasse Track, der sich im Ohr festsetzt.

„Black Sun, Part Two“ schließt nicht an den ersten Part an, hat aber ebenfalls sehr sanfte, ruhige Klänge zu bieten. Diese erinnern an Vengelis und seine Soundtracks wie „Chariots Of Fire“. Durch weitere Sounds und Pianoklänge mischt Richard seinen eigenen Stil mit dem von Vangelis in diesem letzten Stück.

Mit seinem neuesten Album, „MurInsel Volume 8 – Brave New World“, entführt uns der österreichische Elektronikmusiker Richard Hasibas aka Stan Dart in chillige Gefilde. Mit dieser Musik kann man bestens aus dem Stress des Alltags und den uns überflutenden schlechten Nachrichten entfliehen.

Stephan Schelle, Oktober 2026

 
   

CD-Kritiken-Menue