|
Roman Leykam - Enticing Der Gitarrist Roman Leykam veröffentlichte im Frühjahr 2026 sein neues Album „Enticing“. Im Pressetext heißt es dazu: Besinnliche und melancholische Tongebilde in Schwebe und Auflösung. Ein nachdenkliches, assoziatives musikalisches Klangerlebnis. Er hat auf dem Album wieder analoge und digitale Gitarrensynthesizer, E-Gitarre, Guitar Treatments und Field Recordings zu ambienten Klangformationen geformt. Eingespielt hat er die Stücke bereits im Jahr 2022. Frank Meyer hat sie dann 2024 gemastert. |
|
|||
|
Wie man es von Roman Leykam kennt, sind die Stücke mehr auf die Bildung von Stimmungen ausgelegt und weisen nicht wirklich Melodiebögen auf. Das zeigt sich auch schon im ersten Stück „A Tireless Choir Of Waves“. Während im Hintergrund elektronische Sounds wirken, setzt Leykam mystische Klänge aus dem Synthesizer und der Gitarre darauf. Das wirkt unwirklich und nicht wie von dieser Welt, hat aber etwas reizvolles, das ich nicht beschreiben kann. Fiebrige Klanggebilde sind dann im Stück „A Touch Of Bleakness“ zu hören. In diese fiebrigen Klänge streut Leykam dann immer wieder unterschiedliche Klangtupfer ein, womit er ein surreales Bild zeichnet. „Fleeing Shadows“ wirkt auf mich wie die Vertonung einer hektischen Straßenszenerie. Vor meinem geistigen Auge zeichnet sich eine Straßenkreuzung ab, auf der die Verkehrsteilnehmer wild durcheinander agieren. Dann kommen aber auch wieder etwas ruhigere Passagen auf, die erneut ein surreales Bild abgeben. Und so ähnlich, nur mit anderen Klängen, geht es dann auch in den anderen Stücken zu. Alles wirkt surreal und teils recht experimentell. Das neue Album von Roman Leykam, das den Titel „Enticing“ trägt, bietet wieder zahlreiche surreale Klanglandschaften. Das ist nichts für Musikfreunde, die auf Harmonien setzen. Hier muss man sich Zeit nehmen um die Klanggebilde auf sich wirken zu lassen. Meine Empfehlung: erstmal reinhören. Stephan Schelle, Juni 2026 |
||||