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Michael Brückner – Beshjin Ein weiteres Album, das der Elektronikmusiker Michael Brückner Ende 2025 herausgebracht hat ist „Beshjin“. Entstanden sind die Stücke auf dem Album durch Zufall. Michael stolperte bei der Durchsicht auf seiner Festplatte gespeicherten groben Skizzen ambienter Stücke. Es waren Aufnahmen, an die er sich nicht mehr erinnern konnte. Diese fand er aber so gut, dass er nach einigen Ergänzungen und Verfeinerungen, die er in nur zwei oder drei Stunden vornahm, vier neue Stücke hatte, die den Weg für ein neues Album ebneten. |
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Gestartet wird mit dem zwölfminütigen „Dhôr-Ignon“. Flächige Sounds die langsam an Dynamik gewinnen starten in diesen Longtrack. Sie verändern sich nur langsam und sind von weiten Harmoniebögen durchzogen. Da schweben die Klänge weitläufig durch den Raum. Weiter geht es dann mit dem 16minütigen „Beshjin (Part 1)“. Hier kommt zunächst ein Sequenzerrhythmus auf, der im Vordergrund steht. Langsam kommen danach flächige Harmonien im Hintergrund zum Vorschein. Beides mäandert dann bis zum Ende dahin und erhält durch den Anstieg der Dynamik einen gewissen Spannungsbogen. Ein hypnotischer Track. „Khontâr Lay“ nennt sich ein weiterer mehr als 13minütige Longtrack. Der wirkt mit seinen Klangfarben zunächst leicht symphonisch, bekommt aber nach etwas mehr als zwei Minuten einen druckvollen Beat aus dem Drumcomputer spendiert. Nach mehr als fünf Minuten erlischt dann der Drumcomputer und es wird ambienter. Nun stehen Stimmungsbilder im Vordergrund, da Harmonien und Rhythmus verstummt sind. So klingt der Track dann langsam aber stetig aus. Das mehr als 13minütige „Beshjin (Part 2)“ ist auch rhythmisch, wird aber von perlenden Sequenzerklängen bestimmt und unterscheidet sich so von Part 1. Auch kommen ab ca. der Hälfte pumpende Rhythmusbeats auf, die dem Stück noch mehr Druck verleihen. Davor wird das gut 13minütige „Khart Oun“ von sich nur langsam verändernden, ambienten Klängen bestimmt. Gleiches gilt auch für das abschließende Stück „Melayrha“. Auf „Beshjin“ hat Michael Brückner sehr ambiente Klänge versammelt, die in einigen Stücken dann auch mit teils druckvollen rhythmischen Elementen versehen sind. Insgesamt ist es aber ein eher ruhiges Album. Stephan Schelle, Februar 2026 |
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