Max Schiefele - Berggeist
 

Max Schiefele - Berggeist
Klangdesign Records / www.shop.maxess.de (2026)
(
9 Stücke, 64:29 Minuten Spielzeit)

Nach 2024 legt der Süddeutsche Keyboarder und Gitarrist Max Schiefele, der den Elektronikfreunden bestens als Maxxess (Solo und in Zusammenarbeit mit Axel Stupplich aka Axess) bekannt ist, im Herbst 2026 sein zweites Album unter eigenem Namen vor. Nach „Waldgeist“ hat er sein neues Werk nun „Berggeist“ genannt. Damit vertont er zum zweiten Mal die Landschaft seiner bayrischen Heimat. Dabei führt Max den musikalischen Weg des Debüts fort, ohne sich aber zu wiederholen.

 


Wie schon auf „Waldgeist“, so bilden auch auf „Berggeist“ die elektronischen Instrumente das Fundament für die ruhige, entspannende Musik. Max wollte weniger konkrete Landschaften abbilden als das Gefühl des Unterwegsseins einfangen: den Wechsel von Anstrengung und Ruhe, von Nähe und Weite. So entstand ein Album über Bewegung, Höhe und Einsamkeit – und darüber, was die Berge mit uns machen, wenn wir uns auf sie einlassen.

Max weiter zu dem Hintergrund des Albums: „Die auf dem Cover abgebildeten Gipfel gehören zu den Torri del Sella in den Dolomiten, unmittelbar oberhalb des Passo Sella. Im Sommer und bei schönem Wetter ist die Gegend ein beliebtes Ausflugsziel. An diesem Tag zeigte sie sich jedoch von einer völlig anderen Seite. Anfang Oktober 2024 war ich gemeinsam mit meinem Sohn auf Fototour in den Dolomiten unterwegs. In den Tagen zuvor war ein Tiefdruckgebiet durchgezogen und hatte in den höheren Lagen den ersten Schnee gebracht. Im Tal war von den Bergen kaum etwas zu sehen. Wolken und Nebel verhüllten die Gipfel vollständig. Der frische Schnee zeichnete die Strukturen des Felses nach, während das diffuse Licht die Bergspitzen beinahe plastisch aus den Wolken hervortreten ließ. Für wenige Augenblicke entstand eine Szenerie aus Fels, Schnee, Licht und Wolken – und ebenso schnell, wie sie entstanden war, schloss sich das Fenster wieder. Dieser Moment und die dabei entstandene Aufnahme wurden zu einem Ausgangspunkt für das Album „Berggeist“.“

Mir lag zur Besprechung die normale CD vor, die in einem Jewelcase mit vierseitigem Booklet erscheint. Darüber hinaus wird es auch noch eine auf 20 Exemplare limitierte Version geben (siehe unten).

Auf der CD befinden sich neun Stücke mit Laufzeiten von 3:32 bis 9:12 Minuten Spielzeit. Es beginnt gleich mit dem längsten Stück, dem Titelstück des Albums. Synthetische Flächen bilden den Untergrund, auf die Max einige harmonisch perlende Klänge und eine sanfte Melodielinie setzt. Auch rauschen die Sounds ein wenig im Hintergrund, was den Eindruck erweckt auf einem Berg zu stehen, und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Da passt das Titelbild perfekt dazu. Nach etwas mehr als zwei Minuten steigert sich das Stück, was Dynamik, Rhythmus und auch Harmonien betrifft. Nach weiteren Momenten baut Max das Stück dann zu einem fesselnden Titel aus, das Gänsehaut treibend durch den Raum zieht. Das liegt zum einen an den herrlichen Sounds, zum anderen auch an der nun einsetzten Melodielinie.

Es folgt das fast siebenminütige „Gratwaechter“. Sanft wehen hier die Klänge zunächst aus den Boxen. Es entsteht eine wunderbare, entspannte Atmosphäre. Ein wenig erinnert das auch an sanfte, melodische Tracks von Tangerine Dream & Co. Nach gut zwei Minuten übernimmt dann eine Pianomelodie für kurze Zeit das Zepter um danach in einen von Streichersounds bestimmten Part überzugehen. Ein sehr schöner, sanfter Track, der zum Träumen einlädt.

Das ebenfalls fast siebenminütige „In Der Klamm“ bringt helle Klangfarben mit perlenden Sounds und sanften Harmonien zusammen. Ab Minute 1 wird es dann wesentlich rhythmischer und es kommt etwas später gar ein pumpender Beat auf. Das macht richtig Spaß und hat einen tollen Groove und eine eingängige Melodie.

Die achtminütige „Nebelwache“ kommt dann atmosphärischer aus den Boxen. Die Klänge vermitteln zunächst eine etwas kältere Stimmung, so wie auch die Temperatur in einer Klamm feucht und kühl ist. Es dauert nicht lange bis sich eine Melodielinie, die von Pianoklängen getragen wird, hinzugesellt. Max steigert im Verlauf die Dynamik und es kommt in der Mitte ein Rhythmus auf, der dem Stück nun eine dramatische Note verpasst.

„Wettersturz“ kommt nahe an die Neun-Minuten-Marke heran. Das Stück beginnt mit Pianoklängen und flächigen Sounds. Nach etwas mehr als einer Minute setzt ein Sequenzerrhythmus ein und eine schöne Melodielinie lässt die Atmosphäre zunächst in helle Regionen aufsteigen. Dann setzt ein markanter basslastiger Groove ein - das ist klasse gemacht - und vermischt sich mit perlenden Sequenzen und herrlich sanften Pianomelodietupfern. Im zweiten Drittel kommen dann etwas härtere Klänge auf, die den Wetterwechsel darstellen.

Das gut fünfminütige „Schattenloch“ zeigt sich von seiner atmosphärisch, sanften Seite, die dann in einen hymnischen Endpart ausläuft. Monumental zeigt sich danach das mehr als achtminütige „Felswandler“, was vor allem an den druckvollen Sounds liegt. Das ist wohl der dynamischste Track des Albums, der auch eine leichte Rocknote aufweist.

Das siebeneinhalbminütige, sehr harmonisch/melodische „Fallwind“ und das dreieinhalbminütige, romantisch wirkende „Steinkind“ beenden dann das Album.

Mit „Berggeist“ hat Max Schiefele ein weiteres Soloalbum eingespielt, bei dem die elektronischen Klänge das Fundament sehr atmosphärischer Musik darstellen. Die E-Gitarre hat er dabei im Schrank gelassen. Allerdings sind auch akustische Instrumente genutzt worden, die ich aber so nicht herausgehört habe. Wer „Waldgeist“ mochte, der wird auch den „Berggeist“ lieben. Ein klasse Album.

Die Berggeist Fine Art Edition ist auf 20 Exemplare limitiert.

Inhalt der Edition

  • Album Berggeist auf CD (Handsigniert Coversleeve innen)
  • prämierter Schwarzweiß-Fine-Art-Print, fotografiert von Max Schiefele (DIN A4 – ca. 2cm Weißrand zur Passepartoutrahmung). Rückseitig signiert und nummeriert.
    (Das auf dem Titelfoto enthaltene Wasserzeichen ist nicht im Print!)
  • Hahnemühle FineArt Baryta, Pigmentdruck
  • signiertes Echtheitszertifikat mit Bildnummer
  • persönliche Karte
  • Pflege- und Aufbewahrungshinweise
  • Informationsblatt zum Foto
  • Pergaminbeutel zur geschützten Aufbewahrung
  • Auslieferung weichmacherfreie PP-Schutzhülle
  • 1 Paar Baumwollhandschuhe zum schonenden Umgang mit dem Fine-Art-Print

·         Versiegelte hochwertige Präsentationsbox

Stephan Schelle, Oktober 2026

 
   

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