Jens Gad – Presents Le Spa Sonique Chapter 2
 

Jens Gad Presents - Le Spa Sonique Chapter 2
Prudence / BSC Music (2026)
(
11 Stücke, 50:03 Minuten Spielzeit)

Jens Gad ist ein international erfolgreiche Co-Produzent des Musikprojekts ENIGMA. In diesem Jahr hat er gerade erst unter dem Projektnamen Enigmatic Obsession ein zweites Album mit dem Titel „The Byzantine Empire“ veröffentlicht, da legt er auch schon mit „Le Spa Sonique Chapter 2“ ein weiteres Werk nach. Es ist die Fortsetzung seines vor 20 Jahren gefeierten Ambient- und Lounge-Projekts. Das Album ist am 10.07.2026 als Download bei Prudence / BSC Music herausgekommen.

 


Den Stil, den Jens Gad bei Enigma mit produzierte, kann er auch auf seinem neuen Soloalbum nicht ganz verleugnen. Da blitzen ein ums andere Mal Sounds und Harmonien auf, die an das erfolgreiche Projekt und auch an Enigmatic Obsession erinnern.

Gestartet wird zunächst mit dem nur einminütigen „First Light“. Hier sind geflüsterte Stimmen zu hören, in die sich schon mal flächige Klänge mischen. Dann geht es weiter mit dem ersten richtigen Stück „The Valhalla Tales“. Elektronische Stimmen, die wie ein Windrauschen an einem vorbeiziehen, eröffnen diesen Track und werden im Verlauf weiter eingesetzt. Dazu mischen sich herrliche, sanfte Harmonien die den Spirit von Enigma tragen. Ein sanftes Stück, das nach wenigen Momenten eine weibliche Gesangsstimme offenbart, die ebenfalls in Richtung Enigma-Sound weist. Das ist ein sehr schöner, ruhiger und relaxter Song.

„Lux Aeterum“ startet mit einer Art Insektensummen. Dann setzt ein ethnischer, lautmalerischer Gesang ein, der nach den indigenen Völkern Amerikas klingt. Darauf folgt ein Rhythmus, der das Stück vorantreibt und mit tropfenartigen Klängen eine besondere Note bekommt. Auch sorgt ein Basslauf für Akzente.

Eine sehnsuchtsvolle, fast schon erotische weibliche Stimme lädt dann in den nächsten Track, „The World of Tree“, ein. Mit flötenartigen Klängen nimmt uns Gad nun mit in eine Südamerikanische Landschaft. Indigener männlicher Gesang und ein sanfter Rhythmus unterstützen das Ganze.

In „Omnis Aurora“ geht es dann zunächst etwas unwirklich weiter. Hier kommen zunächst fiebrige Klänge auf. Nach wenigen Momenten schält sich dann aber eine sanfte Melodielinie heraus, bei der auch Harfen artige Klangmuster ins Spiel kommen. Unterlegt ist das Ganze wieder mit einem sanften Rhythmus.

Etwas monumentaler zeigt sich „Songs of Skálds“. Hier ist eine Mischung aus Chören und Didgeridoo (kann man nicht genau identifizieren) zu Schlagzeugrhythmen zu hören. Das wirkt leicht rockig, besitzt aber eine sanfte Note.

Einen markanten Rhythmus besitzt „The Valkyries“, das darüber hinaus mit einer sanften Melodie ausgestattet ist. Das hat was sinnliches. Im Mittelteil kommt dann noch ein atmosphärisches Gitarrensolo auf.

Etwas bedrohlich/düster startet dann das Stück „Wyrd“. Nach wenigen Momenten setzt dann ein Rhythmus ein, der sich der Stimmung perfekt anpasst. Ein Stück, das aus dem Gesamtkontext heraussticht.

Mit „The Gates of Valgrind“ kommen dann wieder hellere Klänge auf. Auch weiblicher Gesang ist wieder dabei, der hier wie sanftes, melodisches Jodeln anmutet. Von der Melodie, dem Rhythmus und den Sounds ist Gad damit wieder nicht weit von Enigma entfernt. Eine männliche Stimme addiert dann im Verlauf auch noch sanften Sprechgesang.

„Surge Anima Fortis“ bietet zunächst ungewöhnliche, atmosphärisch/ambiente Klänge. Auch hier bildet ein sanfter Rhythmus den Unterboden. Sehr schön ist dann im Mittelteil ein E-Gitarrensolo.

Den Abschluss bildet dann das sanfte „The Journey From Midgard“, bei dem erneut weiblicher Gesang in einer Art lautmalerischen, leicht jodelnden Art für die Melodie sorgt, während sie von flächigen Klängen umgarnt wird. Ein Sound zum Abtauchen.

Jens Gad veröffentlichte am 10.07.2026 sein neues Album „Le Spa Sonique Chapter 2“. Darauf hat er ambiente, atmosphärische Stücke versammelt, bei denen er nicht immer seinen Enigma bzw. Enigmatic Obsession-Stil ablegen kann. Das ist aber auch gut so, denn so sind herrlich melodische Stück entstanden, in die man aus dem Hier und Jetzt abtauchen kann.

Stephan Schelle, Juli 2026

 
   

CD-Kritiken-Menue