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Frank Dorittke And Ron
Boots with Stephan Whitlan – Hello 2026 Am 30.12.2025 fand – wie seit Jahren regelmäßig zu diesem Termin – im Planetarium Bochum die vom Schallwende e. V. durchgeführte Veranstaltung „Hello xxxx“ statt. Die „xxxx“ stehen für das jeweilige Jahr, das mit dem Konzert begrüßt wird. Ende 2025 traten Frank Dorittke aka F.D. Project und Ron Boots (solo sowie mit Frank Dorittke und Stephan Whitlan) auf. |
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Die ersten sechs Stücke
wurden von Ron Boots zusammen mit Frank Dorittke und die letzten drei Stücke
zusätzlich mit Stephan Whitlan komponiert und eingespielt. Die ersten vier Tracks
tragen die Titel „DM Part I“ bis „DM Part IV“. Die restlichen Stücke
sind mit „Invocations I“ bis „Invocations IV“ und „Invocations
Acoustic Shadows“ betitelt. Die Parts gehen dabei ineinander über. Spacig startet der erste
fünfminütige Track „DM Part I“ und ergänzt dies zunächst mit
industriellen Klängen. Sobald dann aber Frank seine Gitarre atmosphärisch
einsetzt, ergibt sich eine wunderbar relaxte Stimmung. Ron fügt im Verlauf
herrliche Harmoniebögen auf dem Synthesizer hinzu. Nahtlos geht es dann mit
dem siebenminütigen „DM Part II“ weiter. Hier kommen zunächst perlende
Synthesizerklänge auf, die u.a. an Software erinnern und sich dann mit
Franks Gitarre vermischen, die einen leichten Oldfield-Touch aufweist. Ein
sehr schöner, melodiöser Track, der in der zweiten Hälfte auch
rhythmischer wird. Der fast 16minütige
„DM Part III“ zeigt sich dann von der recht spacigen Seite, bei dem die
Synthesizer von Ron zunächst dominieren. Erst nach ca. fünf Minuten setzt
dann Frank mit seiner Gitarre Klangtupfer mit ein. Dabei bleibt der spacige
Charakter erhalten. Schwebende Synthesizerklänge leiten danach in das
neunminütige „DM Part IV“ ein. Nach einigen Momenten kommen dann
hellere Klänge auf, die unter anderem auch von Franks Gitarre ausgehen. Und
nach etwas mehr als vier Minuten entwickelt sich eine Melodielinie, die
sanft durch den Raum zieht. Darauf folgt dann das
mehr als zwölfminütige „Invocations I“. Auch hier dominieren
schwebende, spacige Klänge, die atmosphärisch von Franks Gitarre
untermauert werden. Nach wenigen Momenten wird die Dynamik angezogen und es
entwickelt sich ein monumentaler Track, der den typischen Boots-Stil
beinhaltet. Nach mehr als drei Minuten kommt dann noch ein Rhythmus hinzu
und Frank verfeinert dies durch seine atmosphärische Gitarrenarbeit, die
nach mehr als sechs Minuten in einen rockigen Part wechselt. Hier trifft nun
die „Einhovener Schule“ auf rockige Gitarren. „Invocations II“ ist
dann wieder atmosphärischer angelegt und erinnert durch seine
melancholisch/romantische Ausrichtung auch ein wenig an John Kerr. Ron hat
hier einige weibliche Stimmfetzen eingebaut, die an einigen Stellen aus dem
Hintergrund erklingen. In „Invocations III“ bringt Frank dann wieder ein
wenig Oldfield-Feeling ins Spiel, das unter anderem eine Variante von „To
France“ darstellt- ähnlich wie bei dem oben erwähnten Konzert. „Invocations IV“ ist
eine tolle Zusammenarbeit der drei Musiker. Auch hier geht es recht atmosphärisch
zu, wird aber mit einer organisch wirkenden Percussion ergänzt. Darauf
legen die drei Musiker herrliche Melodiebögen. Den Abschluss bildet dann
das Stück „Invocations Acoustic Shadows“. Dies ist eine siebenminütige
Variation von Rons Stück „Acoustic Shadows“ vom gleichnamigen Album. In
dieser Version zeigt es sich aber – vor allem durch Franks Gitarrenbeitrag
– von seiner recht rockigen Seite. „Hello 2026“, das
den Untertitel „The Gift“ trägt, ist eine tolle Zugabe zu dem
gleichnamigen Liveevent im Planetarium Bochum am 30.12.2025. Das Album enthält
eine wunderbare Kombination aus „Eindhovener Schule“ und der atmosphärisch
und rockigen Gitarrenmusik von Frank Dorittke. Und bei den Stücken sieben
und acht kommt auch ein wenig der Stil von Stephan Whitlan mit durch. Ein
Album, das ich den Freunden der melodisch/spacigen Elektronikmusik nur wärmstens
empfehlen kann. Stephan Schelle, Januar 2026 |
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